Schulstandort Merzig aufgewertet
Mit 82 Schülerinnen und Schülern ist das neue berufliche Gymnasium in Merzig heute (30.8.04) in sein erstes Schuljahr gestartet. Als einziges der insgesamt sechs beruflichen Gymnasien des Saarlandes bietet es den Schwerpunkt Gesundheit und Soziales an. Für diesen Bildungsgang haben sich 50 Schülerinnen und Schüler entschieden. Zweiter Schwerpunkt ist die Fachrichtung Wirtschaft. Dazu haben sich 32 Schülerinnen und Schüler angemeldet. Ansonsten stehen die Fächer des traditionellen Gymnasiums auf dem Stundenplan. Nach drei Jahren legen die Schülerinnen und Schüler das Abitur ab und erlangen dabei die allgemeine Hochschulreife, genauso wie die Schülerinnen und Schüler der klassischen Gymnasien.
30.08.2004 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarlanddiv>"Mit dem Gymnasium Am Stefansberg und dem Peter-Wust-Gymnasium gibt es in Merzig jetzt drei Schulen, die zum allgemeinen Abitur führen. Dies wertet die Kreisstadt als Schulstandort deutlich auf", sagte Kultusminister Jürgen Schreier bei der Eröffnung des neuen Oberstufengymnasiums. Der rege Zulauf sei Beweis für die Attraktivität des Bildungsangebotes, so der Minister.
Auch die berufliche Bildung werde aufgewertet, betonte Schreier, denn berufliche Gymnasien öffneten auch Schülern, die nicht von Anfang an auf das Gymnasium gegangen sind, den Weg zum Abitur. So werde die Durchlässigkeit zwischen den Schulformen erhöht und die Zahl der Abiturienten vergrößert.
Berufliche Gymnasien sind inhaltlich nahe am Arbeitsmarkt, ohne die Allgemeinbildung zu vernachlässigen. Die bisherigen beruflichen Gymnasien im Saarland haben die Schwerpunkte Wirtschaft, Technik und Biotechnologie.
Voraussetzung für den Besuch des beruflichen Oberstufengymnasiums ist der mittlere Bildungsabschluss mit guten Noten, vor allem in den Hauptfächern. Eine zweite Fremdsprache ist keine notwendige Voraussetzung. Die Schülerinnen und Schüler treten mit der Klassenstufe 11 in das berufliche Gymnasium ein. Ab der Klassenstufe 12 werden sie neben den anderen Fächern in den Leistungskursen Gesundheit/Soziales bzw. Wirtschaft unterrichtet.
Der Einrichtung des neuen Oberstufengymnasiums vorausgegangen war eine organisatorische Zusammenlegung des kaufmännischen und des technisch-gewerblichen/sozialpflegerischen Berufsbildungszentrums (BBZ). Dabei werden in der Schulverwaltung Synergieeffekte erreicht, das bisherige Bildungsangebot bleibt in vollem Umfang erhalten. Jürgen Schreier: "Durch die neue Struktur ist die Zukunft des Berufsschulstandorts Merzig sichergestellt. Für die Kreisstadt bedeutet das, dass sie ein zukunftsorientiertes Bildungsangebot mit einem breiten Leistungsspektrum von Teilzeit- bis zu Vollzeitberufsschulen vorhalten kann. Dort können alle Abschlüsse erreicht werden, vom Hauptschulabschluss über den mittleren Bildungsabschluss, die Fachhochschulreife und jetzt auch bis hin zu allgemeinen Hochschulreife."
Darüber hinaus sieht der Minister den Landkreis Merzig-Wadern durch die zwei konzentrierten BBZ-Standorte in Merzig und Wadern gut gerüstet für die Zukunft. "Die Berufsbildungszentren sind wichtige Kooperationspartner für die Wirtschaft und treiben den Strukturwandel einer Region nach vorn", so Jürgen Schreier.
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