Nordrhein-Westfalen

Schulversuch PRIMUS hält Bildungswege länger offen

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW begrüßt die sechs weiteren PRIMUS-Schulen, die im nächsten Schuljahr an den Start gehen. "Kinder über einen Zeitraum von zehn Jahren gemeinsam lernen zu lassen, setzt den Trend der Sekundarschulen und des längeren gemeinsamen Lernens fort", so der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann. Jedoch müsse gewährleistet sein, dass nicht nur für die Kinder mehr Chancengerechtigkeit besteht, sondern auch die offene Frage der gleichen Besoldung der Lehrkräfte gelöst wird.

27.09.2013 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

"Das Schulwahlverhalten der Eltern zeigt: Viele wollen den Bildungsweg für ihre Kinder möglichst lange offen halten", sagt Beckmann. Primus bietet vor allem für kleinere Kommunen die Möglichkeit, wohnortnah ein vollständiges Schulangebot zu erhalten: "Schüler müssen dann nicht mehr per Kinderlandverschickung kilometerweit fahren, sondern sind in ihrer gewohnten Umgebung mit ihren Freunden."

Mittelfristig läuft aus Sicht des VBE Nordrhein-Westfalen auf ein zweigliedriges Schulsystem hinaus: Gymnasium und die Schulen des längeren gemeinsamen Lernens. Auch deswegen sei es wichtig, den betroffenen Lehrkräften vor dem Hintergrund der Existenzsicherung und gleichen Besoldung Sicherheit zu geben.

Eine Evaluation des Schulversuchs PRIMUS ist für den VBE unabdingbar.


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