Schulzeitverkürzung verlangt Konzentration und Straffung

Zur Zeit überarbeitet das Schulministerium einige Kernlehrpläne und beabsichtigt dabei auch eine Reduzierung der bisher verpflichtenden Unterrichtsinhalte. Dies ist, so der Philologen-Verband, nur konsequent.

29.02.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Philologenverband NRW (PhV NRW)

Die Umsetzung der Schulzeitverkürzung ohne inhaltliche Konzentration und bessere Abstimmung der Stoffinhalte in den Fächern wäre nur das Zusammenpressen und –stauchen unveränderter Stofffülle auf einen geringeren Zeitraum. Selbstverständlich besteht der Philologen-Verband darauf, dass jede Streichung plausibel und nachvollziehbar sein muss. Die Wahrheit ist konkret. Der Philologen-Verband wird daher darauf achten, dass kein pädagogischer Kahlschlag erfolgt. Die vorgenommenen Entscheidungen müssen verantwortbar sein. Alles andere ist inakzeptabel!

"Diejenigen, die jetzt aber von ´Niveauabsenkung´ sprechen, vergießen Krokodilstränen. Es sind die gleichen, die gestern beklagt haben, dass unveränderte Unterrichtsvorgaben Schülerinnen und Schüler krank machen. Wir müssen den Mut zur Streichung haben. Exemplarisches Lernen ist das Gebot der Stunde. Dazu braucht man nicht alle bisherigen Lerninhalte. Qualität macht sich nicht automatisch an Quantität fest!", so Peter Silbernagel.

Der Philologen-Verband warnt vor Begriffen wie "Entschlackung" und "Entrümpelung" der Lehrpläne. Diese Schlagworte unterstellen, Lehrerinnen und Lehrer hätten bisher Überflüssiges und Unvernünftiges gelehrt. Dies trifft nicht zu. Es geht uns um die Konzentration auf Wesentliches, eine Qualitätsabsenkung darf es nicht geben!


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