Saarland

Sexualerziehung an Schulen: Kommission übergibt Richtlinien-Entwurf an Bildungsminister Commerçon

Die vom Ministerium für Bildung und Kultur eingesetzte Arbeitsgruppe zur Überarbeitung der Richtlinien zur Sexualerziehung an saarländischen Schulen hat heute Bildungsminister Ulrich Commerçon ihren Entwurf für eine Neufassung der Richtlinien übergeben. In der Arbeitsgruppe waren neben dem Gesundheits- und Sozialministerium, dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien auch Vertreterinnen und Vertreter des Lesben- und Schwulenverbandes Saar, der Aidshilfe Saar, von Donum Vitae und Pro Familia vertreten.

13.09.2012 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Bildungsminister Commerçon dankte den Mitgliedern der Kommission für ihre Arbeit. "Nach über zwanzig Jahren ist es an der Zeit, dass wir die Sexualerziehung an den Schulen den gesellschaftlichen Entwicklungen anpassen. Dazu zählen die Veränderung des Rollenverständnisses von Frauen und Männern und ein zeitgemäßes Verständnis von Partnerschaft und Familie." Der Vorschlag der Kommission hebe Hetero-, Homo-, Bi-, Trans- und Intersexualität als gleichwertige Ausdrucksformen des menschlichen Empfindens und der sexuellen Identität hervor.

Die Vorschläge sollen jetzt im Rahmen einer internen und einer externen Expertenanhörung erörtert werden. "Mit der Übergabe der Vorschläge der Kommission ist die Diskussion um die neuen Richtlinien zur Sexualerziehung nicht beendet. Wir stehen am Anfang der Debatte. Deshalb ist es wichtig, dass die Vorschläge breit diskutiert werden. Aus diesem Grund werden wir den jetzt vorliegenden Entwurf nach einer juristischen Prüfung im Rahmen einer Anhörung mit Experten und weiteren Verbänden erörtern", so Commerçon abschließend.


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