"Sie sind wahre Pioniere für die Integration von Kindern mit Behinderung"

Heute hat Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle formell das Gymnasium Kirchseeon, Moosacher Str. 3, 85614 Kirchseeon, seiner Bestimmung übergeben. Es ist das einzige Gymnasium, an dem eine Klasse einer Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung in den Regelunterricht und ins Schulleben integriert wird.

26.11.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

An dem Gymnasium ist eine Außenklasse der Korbinianschule Steinhöring mit acht Schülern eingerichtet. "Ziel der Außenklasse des Förderzentrums mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung an dem Gymnasium ist es, die Kinder und Jugendlichen mit und ohne Behinderung durch Kooperation näher zusammenzuführen, Integration zu praktizieren", unterstricht Minister Spaenle. Die Schüler von Kirchseeon seien "wahre Pioniere für die Integration von Kindern mit Behinderung".

Den Kindern wünschte der Minister: "Mit eurer Partnerklasse könnt ihr lernen und arbeiten. Ihr könnt zusammen spielen, Sport und Musik machen, feiern und Ausflüge miteinander erleben." Beide Seiten würden menschlich und sozial reichlich belohnt, ergänzte Ludwig Spaenle.

Kultusminister Spaenle dankte dem Landkreis Ebersberg für die Investition in das neue Gymnasium, das vom Ausbauziel her auf rund 850 Schüler ausgelegt ist. Der Freistaat hatte den Bau mit 6,05 Millionen Euro bezuschusst. Er bedankte sich auch bei der früheren Sozialministerin, der örtlichen Landtagsabgeordneten Christa Stewens, dem Landrat des Landkreises Ebersberg, Gottlieb Fauth, und der Katholischen Jugendfürsorge der Erzdiözese München und Freising für die Unterstützung.

Konkret besteht die Kooperation in Kirchseeon in gemeinsamen Projekten in Sport und Musik, ein weiteres in Kunst ist geplant. Außerdem werden im Schulalltag soziale Kontakte gepflegt.

Das Gymnasium Kirchseeon wird allein in der 5. Jahrgangsstufe von knapp 200 Schülern besucht, dazu kommen rund 240 Schüler in den Jahrgangsstufen 6 und 7. 23 Lehrkräfte unterrichten an dem Gymnasium. Es bietet die Zweige Naturwissenschaften-Technologie und Sprachen an und entlastet die beiden Gymnasien in Vaterstetten und Grafing.

Landesweit bestehen derzeit 128 Außenklassen, bis auf zwei sind alle mit Grund- und Hauptschulen verzahnt.


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