Bayern

So wird es keine Ruhe beim G8 geben: Systematische Schulentwicklung fehlt

Zur Pressekonferenz zur Weiterentwicklung des bayerischen Gymnasiums von Kultusminister Spaenle erklärt Thomas Gehring, schulpolitischer Sprecher:

01.08.2012 Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen

"Nachdem das G8 zur Chefsache gemacht wurde, darf heute der Kultusminister wieder selbst die Lösung präsentieren. Weniger Unterrichtsausfall, weniger Stoff und mehr Förderung sollen das selbst angerichtete G8-Chaos zur Ruhe bringen. Die Debatte um das G8 wird aber nicht abreißen, solange die Staatsregierung hier weiter ihre Flickschusterei betreibt: Weniger Unterrichtsausfall: Wenn aber die Finanzierung des Flexibilisierungsjahrs durch die integrierte Lehrerreserve abgedeckt wird, entfällt die zusätzliche Förderung, wenn ein Lehrer für einen erkrankten Kollegen einspringt. Weniger Stoff soll nach dem Motto "Zweimal abgeschnitten und immer noch zu kurz" funktionieren. Aber: Wenn die Lehrpläne der Oberstufe geändert werden, dann muss auch das Abitur entsprechend angepasst werden, ansonsten bestimmt dieses wieder den Lehrstoff. Für die individuelle Förderung muss besseres und anderes lernen ermöglicht werden. Dafür aber braucht es eine gute Ausstattung der Schulen. Spaenle verwechselt hier die Pflicht mit der Kür."


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