Baden-Württemberg

Sommer 2013: Rund 15 500 Schülerinnen und Schüler an Werkreal-/Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien verfehlen das Klassenziel

Ende des Monats beginnen für die gut 1,14 Mill. Schülerinnen und Schüler an den rund 4 100 allgemeinbildenden Schulen des Landes (ohne Zweiter Bildungsweg) die Sommerferien. Traditionell werden vorher noch die Jahreszeugnisse überreicht. Nicht alle Schüler werden in die nächsthöhere Klassenstufe versetzt werden. Das Statistische Landesamt gibt in diesem Zusammenhang die Nichtversetztenquoten der Schüler bekannt, die im Sommer 2013 das Klassenziel nicht erreicht hatten. 1)

24.07.2014 Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Nichtversetztenquote an Realschulen am höchsten

An den Grundschulen 2) des Landes mussten mit durchschnittlich 0,5 Prozent ähnlich wie in den Vorjahren nur relativ wenige Schülerinnen und Schüler eine Klasse wiederholen. An den Werkreal-/Hauptschulen lag die Quote der Nichtversetzten im Jahr 2013 bei 1,5 Prozent und damit leicht höher als im Vorjahr (2012: 1,3 Prozent). An den Realschulen verfehlten im Jahr 2013 3,1 Prozent das Klassenziel, etwas mehr als im Vorjahr (2012: 2,9 Prozent). An den Gymnasien erreichten durchschnittlich 2,4 Prozent der Schülerinnen und Schüler das Klassenziel nicht (2012: 2,3 Prozent).

Insgesamt haben zum Ende des Schuljahres 2012/13

  • an den Grundschulen 1 383,
  • an den Werkreal-/Hauptschulen 1 849,
  • an den Realschulen 7 648 und
  • an den Gymnasien 6 034

Schülerinnen und Schüler das Klassenziel nicht erreicht.

Mädchen weiterhin seltener betroffen als Jungen

Mädchen sind weiterhin seltener von einer Nichtversetzung betroffen als Jungen. Zwar lagen an den Grundschulen die Nichtversetztenquoten von Mädchen und Jungen - wie in den Vorjahren auch - noch recht eng beieinander (0,4 zu 0,5 Prozent). Doch an den weiterführenden Schulen gab es wieder deutliche Unterschiede. So betrug die Nichtversetztenquote der Mädchen an den Werkreal-/Hauptschulen 1,2 Prozent, die der Jungen 1,7 Prozent. An den Gymnasien verfehlten 1,7 Prozent der Mädchen und 3,2 Prozent der Jungen das Klassenziel. Noch größer waren die Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen an den Realschulen: Hier erreichten 2,2 Prozent der Mädchen und 4,1 Prozent der Jungen das Klassenziel nicht. Bestimmte Klassenstufen erscheinen besonders "versetzungsgefährdet"

An allen Schularten gibt es seit Jahren offenbar "kritische" Klassenstufen, in denen das Risiko einer Nichtversetzung vergleichsweise hoch ist. An den Werkreal-/Hauptschulen ist dies unter den Klassenstufen 5 bis 9 vor allem die achte Klassenstufe, in der im Sommer 2013 2,2 Prozent das Klassenziel nicht erreicht hatten. An den Realschulen ist es vor allem die neunte Klassenstufe; hier hatten im Sommer 2013 4,8 Prozent der Neuntklässler das Klassenziel nicht erreicht.

An den Gymnasien war es im Jahr 2013 unter den Klassenstufen 5 bis 10 die zehnte Klassenstufe, in der die Nichtversetztenquote mit 3,4 Prozent am höchsten war. 3)

In Klassenstufe 5 der Realschulen und Gymnasien sind die Nichtversetztenquoten von 2012 auf 2013 deutlich angestiegen:

  • Realschulen:Von 0,7 auf 3,1 Prozent,
  • Gymnasien:Von 0,4 auf 1,2 Prozent.

1) Zu dieser Gruppe zählen neben Wiederholern (ohne freiwillige Wiederholer) auch die auf Probe Versetzten sowie Schülerinnen und Schüler, die auf eine Wiederholung der Klasse verzichten und die jeweilige Schule verlassen.

2) Einschl. Grundschulen, die im Verbund mit einer Gemeinschaftsschule geführt werden.

3) In Klassenstufe 11 beträgt die Nichtversetztenquote zwar 5,5 Prozent, allerdings basiert diese nur auf den Nichtversetzten der Aufbaugymnasien.


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