SPD-Länder fordern weitere aussagekräftige Schulartvergleiche

In der Diskussion um weitere Auswertungen der PISA-Ergänzungsstudie 2003, deren erste Ergebnisse im Juli veröffentlicht wurden, unterstützen die SPD-geführten Bundesländer den Vorschlag des PISA-Konsortiums, die landesbezogenen Darstellungen für alle Schularten in der international bei PISA verwendeten Metrik abzubilden.

13.09.2005 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, Rheinland-Pfalz (bis 11/06)

"Wir versprechen uns davon zusätzliche Informationen zur weiteren Qualitätssteigerung in den Bildungssystemen der einzelnen Länder", sagte der Koordinator der SPD-geführten Länder, der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Professor Dr. E. Jürgen Zöllner.

Entgegen öffentlicher Darstellungen hätten sich die SPD-Länder transparenten Verfahren nie verschlossen, erklärte Zöllner im Anschluss an eine Schaltkonferenz der SPD-Bildungsministerinnen und -minister.

Er erinnerte daran, dass es 1997 die SPD gewesen sei, die mit dem Konstanzer Beschluss die Beteiligung Deutschlands an internationalen Schulleistungsstudien überhaupt erst ermöglicht habe. "Vor diesem Hintergrund entpuppen sich die aktuellen Vorwürfe an unsere Adresse als völlig haltlose Unterstellungen", so der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister.

Ebenso teilten die SPD-Länder die Position des Sprechers des PISA-Konsortiums, Professor Dr. Manfred Prenzel, dass - wie bereits bei PISA 2000 - ein systematischer Vergleich zwischen den Bundesländern nur für die Gymnasien zulässig und sinnvoll sei. Denn nur diese Schulart weise hinsichtlich der Zusammensetzung ihrer Schülerschaft und der Bildungsbeteiligung über Ländergrenzen hinweg die größten Gemeinsamkeiten auf.

"Wir wünschen uns aber für die Zukunft weitere aussagekräftige und wissenschaftlich belastbare Schulartvergleiche", so Zöllner. Deshalb würden die SPD-Länder im weiteren Verfahren darauf hinwirken, dass bereits jetzt dargelegt werde, unter welchen Voraussetzungen und in welchen Länderkonstellationen bei der nächsten PISA-Studie Schulartvergleiche über das Gymnasium hinaus möglich seien.


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