Sprachförderung: 300 Hamburger Schülerinnen und Schüler werden im Sommercamp 2007 besondere Deutschförderung erhalten
300 Hamburger förderbedürftige Schülerinnen und Schüler mit und ohne Migrationshintergrund, die ab dem Schuljahr 2007/08 die vierte Klasse besuchen werden, können im kommenden Jahr das Sommercamp 2007 besuchen. Die freizeitpädagogische Maßnahme mit dem Schwerpunkt Sprachförderung ist ein Gemeinschaftsprojekt der Behörde für Bildung und Sport und der Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz.
07.11.2006 Hamburg Pressemeldung Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB)Die Behörden teilen sich die Kosten von rund 300.000 Euro. Die Kinder werden durch die Schulen ausgewählt und den Eltern eine Teilnahme am Sprachcamp empfohlen. Träger des Sommercamps wird das Jugenderholungswerk (JEW) sein, das für die Gesamtkoordination zuständig ist. Hierzu gehören das Anmelde- und Auswahlverfahren, die Organisation und die Begleitung der Fahrten sowie die Freizeitgestaltung, die Rekrutierung von Freizeitpädagogen, die Ausbildung der Studenten zu Jugendleitern sowie die Teamkoordination und -supervision.
Das Camp soll mit jeweils 60 Kindern pro Standort in den zwei Freiluftschulen Wohldorf, Neugraben, den Schullandheimen Puan Klent auf Sylt, Drüsensee und Böhmsholz stattfinden. Als Zeitpunkt sind die letzten drei Wochen der Sommerferien 2007 vom 30. Juli 07 bis 17. August 07 vorgesehen. Das Sommercamp beinhaltet Deutschförderung und Theaterspiel im Umfang von rund fünf Stunden täglich sowie freizeitpädagogische Aktivitäten. In Absprache mit Frau Prof. Dr. Neumann, Universität Hamburg, Fachbereich Erziehungswissenschaft, Institut für International und Interkulturell Vergleichende Erziehungswissenschaft, soll der Sprachförderunterricht von Lehramtsstudierenden (mit Migrationshintergrund) erteilt werden, die im Rahmen des Bund-Länder-Programms Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund diese Aufgabe bereits ausüben und dafür qualifiziert wurden bzw. werden.
Für den theaterpädagogischen Part sollen Studierende von Herrn Prof. Dr. Sting, Darstellendes Spiel am Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg, gewonnen werden. Die inhaltliche Planung des Konzepts (Sprachförderung und Theaterspiel), die dafür notwendige Personalorganisation (Sprachförder- und Theaterpädagogik-Studenten) sowie die Koordination des Teilprojekts und die Begleitung an allen Standorten soll deshalb an die Universität Hamburg übertragen werden. Die Studierenden werden gemeinsam mit den Kindern die gesamten drei Wochen an den Standorten verbringen. Zur konkreten Vorbereitung müssen sie an der vom JEW durchgeführten und für Betreuer erforderlichen Ausbildung zum Jugendleiter teilnehmen.
Der Lernstand der Kinder, die auf Empfehlung der Schule, von ihren Eltern für das Sprachcamp angemeldet werden, soll von den jeweiligen Sprachlernkoordinatoren kurz vor Schuljahresende und zu Beginn des neuen Schuljahres erhoben werden, um die Wirksamkeit der Maßnahme sicher zu stellen und zu überprüfen. Das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung wird im Rahmen des Systemmonitorings die Ergebnisse in einem Bericht zusammen fassen.
Das Ergebnis der Arbeit der Kinder und Studierenden soll im kommenden Jahr in Form eines Abschlussfestes gewürdigt werden.
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