Staatsminister Jürgen Banzer präsentiert Ergebnisse des hessischen Mathematikwettbewerbes
"Die Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache: Wir können eine allgemein bessere Beherrschung des mathematischen Grundlagenwissens in allen Schulformen feststellen. Entscheidenden Anteil daran hat die systematische Förderung der Bereiche Mathematik und Naturwissenschaften durch die hessische Bildungspolitik. Im Gegensatz zu früheren Jahren gibt es kein großes Gefälle mehr im Leistungsniveau des Mathematikunterrichts an unseren Schulen." Diese Bilanz zog Staatsminister Jürgen Banzer aus den Resultaten des hessischen Mathematikwettbewerbes.
23.05.2008 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen"Die Ergebnisse der Pflichtaufgaben haben sich seit vier Jahren kontinuierlich gesteigert. Dies kann man klar als Beleg für die Nachhaltigkeit der Unterrichtsqualität werten. Bei den Wahlaufgaben sehen wir noch Verbesserungsbedarf und nehmen aus diesen Teilergebnissen den Auftrag mit, dass wir weiter an der Verfestigung des aktuellen Unterrichtsstoffs mit aller Kraft arbeiten müssen. Die Erkenntnisse aus dem zentralen, landesweiten Mathematikwettbewerb sind ein wichtiger Beitrag zur Weiterentwicklung der Schul- und Unterrichtsqualität in Hessen. Das Endergebnis bringt für jede Schule wichtige Informationen, die den Unterricht und vor allem die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schülern verbessert."
Rund 57.700 Schülerinnen und Schüler der achten Klassen an 545 Haupt-, Real- und Gesamtschulen sowie Gymnasien haben am 40. hessischen Mathematikwettbewerb 2007/08 teilgenommen. Die besten Resultate im Kreisvergleich erzielten in diesem Jahr die Landkreise Fulda, Bergstraße, Limburg-Weilburg, Hochtaunuskreis, Hersfeld-Rotenburg und der Rheingau-Taunus-Kreis. Der Landkreis Fulda gehört als einziger in allen drei Aufgabengruppen zu den Spitzenreitern.
In diesem Jahr wird der Preis erstmals auch an Schulen vergeben, die eine ganz besonders hohe Leistungskontinuität im Rechnen zeigen, und sich über mehrere Jahre hinweg mit überdurchschnittlichen Leistungen im Mathematikwettbewerb hervorgetan haben. Ausgezeichnet werden das Altes Kurfürstliches Gymnasium in Bensheim, die Elisabethenschule in Hofheim, die Johannes-Gutenberg-Schule in Gernsheim, das Johanneum-Gymnasium in Herborn, die Justus-Liebig-Schule in Darmstadt, die Realschule Marianum in Fulda, die Stadtschule in Schlüchtern und die Theodor-Litt-Schule in Michelstadt.
Der Mathematikwettbewerb des Landes Hessen besteht seit 1969. Teilnehmer sind Schülerinnen und Schülern des 8. Schuljahres. Zunächst zur freiwilligen Teilnahme angeboten, ist er seit 2001 für alle hessischen allgemeinbildenden Schulen verpflichtend. Seit 2006 sind die Wettbewerbsergebnisse bindend als Vergleichsarbeiten zu werten und wie Klassenarbeiten nach einem landesweit einheitlichen Notenschlüssel zu beurteilen. An der ersten Wettbewerbsrunde, dem Schulentscheid, nehmen alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Acht teil. In der zweiten Runde folgt der Kreisentscheid mit den Besten auf Kreisebene, und am Ende werden im Landesentscheid die Besten in Hessen ermittelt.
In dem Wettbewerb werden die drei Aufgabengruppen (A=Gymnasium, B=Realschule und C=Hauptschule) mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden ausgeschrieben. Schülerinnen und Schüler der entsprechenden Bildungsgänge an Gesamtschulen werden den Aufgabengruppen zugewiesen. Beim Schulentscheid stehen den Schülerinnen und Schülern zwei Unterrichtsstunden zur Verfügung, in denen sie je acht Pflichtaufgaben und nach Möglichkeit zwei von fünf Wahlaufgaben zu lösen haben. Je Pflichtaufgabe werden maximal drei Punkte vergeben, je Wahlaufgabe 12 Punkte. Insgesamt sind somit maximal 48 Punkte zu erreichen. Das Schulergebnis ergibt sich aus der Addition der Schülerergebnisse. Die Punktezahl der Schulen wird je Bildungsgang in vier Leistungsstufen eingeteilt, d.h. jeweils 25 Prozent aller Schulen werden zu einer Gruppe – einem Quartil – zusammengefasst. Daraus ergeben sich jedes Jahr für den jeweiligen Schuldurchschnitt unterschiedliche Quartilsgrenzen. Am Beispiel der Aufgabengruppe B (Realschulen) haben sich die Quartilsgrenzen gegenüber dem Vorjahr wie folgt verschoben: 1. Quartil zwischen 10,6 und 22,2 Punkten (2007: 11,2 und 21), 2. Quartil zwischen 22,2 und 24,9 Punkten (2007: 21 und 23,5), 3. Quartil zwischen 24,9 und 27,6 Punkten (2007: 23,5 und 26,5), 4. Quartil zwischen 27,7 und 35,6 (2007: 26,5 und 33,8). Anhand der Quartile kann jede Schulen ablesen, wie sie innerhalb ihres Bildungsgangs im Vergleich zum Landesdurchschnitt und zur erreichbaren Maximalpunktzahl steht.
Hinweis an die Redaktionen: Die Quartileinteilung ist zwar für eine grafische Darstellung der Ergebnisse unerlässlich. Für die Nennung von einzelnen Schulergebnissen sollten Sie jedoch die erreichte Punktzahl heranziehen, da die Quartileinteilung mit dem Gesamtergebnis von Jahr zu Jahr variiert und Schulen im Übergangsbereich zwischen den Quartilen nur geringe Leistungsunterschiede aufweisen.
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