Stark steigender Unterrichtsausfall ab Januar
Die Bildungsgewerkschaft GEW hält ab Januar 2012 einen stark steigenden Unterrichtsausfall an Baden-Württembergs Schulen für wahrscheinlich.
08.11.2011 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg"Warum sollte eine Lehrerin oder ein Lehrer freiwillige Vertretungen übernehmen, wenn ihnen Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Finanzminister Nils Schmid die fest vereinbarte Gehaltserhöhung wegnehmen, die Beihilfe kürzen und gleichzeitig zusätzliche Milliardeneinnahmen in die Landeskasse fließen? Mit dieser Politik verspielt die grün-rote Landesregierung innerhalb weniger Monate ihren ganzen Kredit bei ihren Beschäftigten. Für ihre geplanten Bildungsreformen braucht sie einen leistungsfähigen öffentlichen Dienst und keine Beamte, die als Sparopfer für den Haushalt herhalten müssen", sagte am Dienstag (08.11.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).
Aufgrund der fehlenden Stellen in der Unterrichtsversorgung und in der Krankheitsreserve leisten derzeit Lehrer/innen jedes Jahr tausende von Überstunden, damit nicht noch mehr Schüler/innen früher nach Hause geschickt werden müssen. Die GEW, die in Baden-Württemberg mehr als 48.000 Mitglieder hat, geht davon aus, dass die Bereitschaft zu dieser freiwilligen Mehrarbeit "deutlich sinken wird." "Vielleicht kann die Landesregierung dann zur Unterrichtsversorgung die neu eingestellten Mitarbeiter in den Ministerien in die Schulen schicken", sagt Moritz.
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