START, das Schülerstipendienprogramm für begabte Zuwanderer in Schleswig-Holstein, geht in die zweite Runde

Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund können sich ab sofort zum zweiten Mal für START, das Schülerstipendienprogramm für begabte und sozial engagierte Zuwandererkinder in Schleswig-Holstein, bewerben. Für das Schuljahr 2007/2008 sind zehn neue Stipendienplätze an Schülerinnen und Schüler zu vergeben, die zum Zeitpunkt der Bewerbung die Klassenstufen 8 bis 10 (bei 13-jähriger Schulzeit) bzw. die Klassenstufen 7 bis 9 (bei 12-jähriger Schulzeit) besuchen. START bietet monatlich 100 Euro Bildungsgeld, einen PC mit Internetzugang sowie kostenlose Beratungsangebote und Bildungsseminare.

24.04.2007 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Gefördert wird das Programm wie bisher von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Deutsche Bank Stiftung – Stiftung Handelsbank in Lübeck, der Dräger-Stiftung, der Fielmann AG, dem Ministerium für Bildung und Frauen des Landes Schleswig-Holstein und der Possehl-Stiftung. Das Finanzvolumen für START mit jetzt insgesamt 20 Stipendien in Schleswig-Holstein beträgt rund 200.000 Euro für zwei Jahre. Bewerbungsunterlagen können unter www.start.ghst.de heruntergeladen werden. Bewerbungsschluss ist der 1. Juni 2007.

Ziel von START ist es, die Integration von Migrantenkindern zu unterstützen, ihnen bessere Voraussetzungen für eine mögliche akademische Laufbahn zu schaffen und Wege in berufliche Leitungsfunktionen zu eröffnen. Die Beteiligung an START soll Ansporn sein zur Integration und ist eine Anerkennung von Spitzenleistungen junger Zuwanderer in Deutschland.

Die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave begrüßte die Initiative der Hertie-Stiftung und dankte den hiesigen Stiftungen für die großzügige Unterstützung: "Die START-Stipendien sind ein besonders erfolgreiches Beispiel für die Zusammenarbeit von Schule und Privatwirtschaft und ein schöner Ansporn für die jungen Menschen." Dank der Stipendien könnten die Migrantenkinder zeigen, was in ihnen stecke. "Gezielte Förderung und Unterstützung dieser Kinder zahlt sich für alle aus. Die Wirtschaft gewinnt qualifizierten Nachwuchs und den Jugendlichen wird ein guter Start ins Berufsleben ermöglicht." Die Ministerin forderte deshalb Lehrkräfte und Eltern auf, die Jugendlichen bei ihrer Bewerbung um ein Stipendium tatkräftig zu unterstützen.

Dr. Christof Eichert, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, erläuterte: "Nach wie vor wird Migration in unserem Land oftmals kritisch gesehen. Mit seinen leistungsstarken und sozial engagierten Zuwandererkindern unterstreicht das START-Stipendienprogramm jedoch, welche Bereicherung Migranten für unsere Gesellschaft darstellen. Mit der zweiten Ausschreibung der START-Stipendien in Schleswig-Holstein möchten wir dazu beitragen, dass diese Jugendlichen ihre erfolgreiche und beispielhafte Integration in unsere Gesellschaft fortsetzen und positive Impulse geben."

Die an START beteiligten Stiftungen, die bereits in den vergangenen Jahren an der Vergabe von bisher 12 Stipendien in Schleswig-Holstein mitgewirkt haben, sind sich einig, wie Dr. Helmuth Pfeifer, Vorsitzender der Possehl-Stiftung, betonte: "Die Landesregierung und die beteiligten Stiftungen sehen in der Förderung hochbegabter Kinder und Jugendlicher einen besonderen Bildungsauftrag unserer Gesellschaft. Gleichermaßen wird die Bedeutung einer verstärkten Integration jugendlicher Migranten für unser Bildungssystem erkannt. Beiden Zielen gleichzeitig Rechnung zu tragen, hat sich das START-Programm zur Aufgabe gemacht. Den jungen Migranten soll durch das START-Programm die Bereitschaft, den Bildungsauftrag unserer Gesellschaft zu einer besseren Qualifikation auch der Schülerinnen und Schüler aus Migrantenfamilien zu erfüllen, deutlich gemacht werden."

Die Stipendiaten erhalten für zunächst ein Jahr ein Bildungsgeld von 100 € monatlich sowie einen Computer mit Internetanschluss. Außerdem werden sie durch Beratungsangebote im Bereich der Ausbildungs- und Studienplanung, durch Bildungsseminare sowie verschiedene Exkursionen gefördert. Einmal im Jahr sind alle START-Stipendiaten zu einem gemeinsamen Treffen eingeladen. Der Aufbau von Kontakten zur Wirtschaft, die Vermittlung von Praktika sowie der Aufbau eines Netzwerkes ehemaliger Stipendiaten ergänzen das Angebot. Wenn die Jugendlichen erfolgreich sind, kann das Stipendium bis zum Erreichen eines höheren Bildungsabschlusses gewährt werden.

Ab sofort können sich gesellschaftlich engagierte Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund und Wohnsitz in Schleswig-Holstein, die gute bis sehr gute schulische Leistungen vorweisen, um ein START-Stipendium bewerben. Sie sollten zum Zeitpunkt der Bewerbung die Klassenstufen 8 bis 10 (bei 13-jähriger Schulzeit) bzw. die Klassenstufen 7 bis 9 (bei 12-jähriger Schulzeit) besuchen. Unter folgender Adresse kann man sich um ein START-Stipendium bewerben bzw. Bewerbungsunterlagen anfordern: Landeskoordination START-Schleswig-Holstein, Jochen Frese, Ministerium für Bildung und Frauen, Brunswiker Str. 16-22, 24105 Kiel. Ausschreibungsunterlagen können auch unter www.start.ghst.de (Wo es START gibt à Schleswig-Holstein) heruntergeladen werden.

Der Bewerbung sind u. a. ein Antrag, ein handgeschriebener tabellarischer Lebenslauf mit Lichtbild, ein Anschreiben mit ausführlicher Begründung der Bewerbung, eine ausführliche Beschreibung des bisherigen Lebensweges sowie das Gutachten mindestens einer Lehrkraft oder der Schulleitung und eine Kopie des aktuellen Zeugnisses beizulegen. Die Bewerbungen müssen bis zum 1. Juni 2007 bei der Landeskoordination eingegangen sein.

Bundesweit werden im START-Programm im Schuljahr 2007/2008 rund 460 Schülerinnen und Schüler aus über 60 Herkunftsländern gefördert. Im Jahr 2002 von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung in Hessen ins Leben gerufen, konnte START mittlerweile mit Hilfe von rund 90 Kooperationspartnern in 14 Bundesländern aufgebaut werden. Neben Schleswig-Holstein und Hessen gibt es START auch in Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, im Saarland, in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Seit dem Schuljahr 2006/2007 gibt es auch in Wien, Österreich, zehn START-Stipendiaten.

Kontakt:

Ministerium für Bildung und Frauen
Jochen Frese
Landeskoordinator START-Schleswig-Holstein
Brunswiker Str. 16-22
24105 Kiel
Tel: 04 31-9 88 24 09
Fax: 04 31-9 88 25 48
E-Mail:


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