Startschuss für integrative Förderung von Kindern mit Behinderung an einem Gymnasium

Erstmals in Bayern wird im kommenden Schuljahr eine Außenklasse einer Förderschule an einem Gymnasium eingerichtet. Konkret wird eine Klasse der Korbinianschule Steinhöring, ein privates Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, an dem neu errichteten Gymnasium Kirchseeon unterrichtet.

07.07.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Ich begrüße das Vorhaben, am Gymnasium Kirchseeon eine Außenklasse der Korbinianschule Steinhöring einzurichten", so Kultusminister Siegfried Schneider. Gemeinsam mit seiner Amtskollegin, Sozialministerin Christa Stewens, hatte Siegfried Schneider bei einem Besuch der Werkstätte für behinderte Menschen in Steinhöring die Idee entwickelt, Schüler mit geistiger Behinderung an einem Gymnasium zu integrieren. Bis dahin gibt es Außenklassen an Volksschulen und an einzelnen Realschulen.

"Der bayerische Weg, Schüler durch die Zusammenarbeit von Partnerklassen unterschiedlicher Schularten, zu integrieren, ist ein sehr erfolgreicher", betont Minister Schneider. "Er wird nun erstmals auf das Gymnasium ausgedehnt." Stewens erklärte: "In allen Lebensbereichen sollte das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung selbstverständlich sein. Einen wichtigen Beitrag zur Integration in Schulen leisten die Außenklassen. Sie bieten Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung Begegnungsmöglichkeiten und schaffen Akzeptanz und gegenseitige Rücksichtnahme."

Geplant ist, dass Schüler beider Schulen in Projekten im Bereich Sport, Kunst und/oder Musik gemeinsam unterrichtet werden. Bisher wurden diese Förderschüler aus Steinhöring in der Volksschule Moosach/Alxing unterrichtet.

Zum gleichen Termin öffnet das Gymnasium Kirchseeon seine Tore. Aufgrund der hohen Nachfrage konnten sechs Eingangsklassen der Jahrgangsstufe 5 gebildet werden.


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