Statt Wertschätzung Affront gegen Lehrkräfte
Absolut kein Verständnis hat der nordrhein-westfälische Philologen-Verband für das Vorhaben der Landesregierung, beispielsweise Lehrkräfte an Grund-, Haupt- und Realschulen mit einer extrem geringen Besoldungsanhebung abzuspeisen. Der Verband ist erzürnt darüber, dass sogar Lehrkräften an Gymnasien, Gesamtschulen, Weiterbildungskollegs, Förderschulen, Berufskollegs sowie den Schulleiterinnen und Schulleitern zwei Nullrunden verordnet werden. Das ist skandalös und völlig inakzeptabel!
19.03.2013 Pressemeldung Philologenverband NRW (PhV NRW)Die rot-grüne Landesregierung knüpft damit an eine Serie von Sonderopfern an, die Beamten in Nordrhein-Westfalen seit Jahren zugemutet werden. Hierzu zählen u. a. mehrmalige Kürzung des Weihnachtsgeldes, Streichung des Urlaubsgeldes, verschiedene Nullrunden, Beihilfeverschlechterungen, Heraufsetzung der Altersgrenze, Versorgungskürzungen etc. Die Missachtung des Öffentlichen Dienstes hat System. Zur Sanierung des Haushalts und zum Rückbau des Schuldenberges werden Beamtinnen und Beamte einseitig zur Kasse gebeten!
"Eigentlich ist es tollkühn, Lehrerinnen und Lehrern permanent neue Aufgaben zuzuweisen, sie ständig mit neuen Herausforderungen zu konfrontieren, zuletzt mit der Umsetzung der Inklusion, und ihnen gleichzeitig die Anerkennung ihrer Arbeit vorzuenthalten. Seit Jahren klettert die arbeitszeitliche Überlast der Lehrkräfte. Zugleich sinkt jedes politische Gespür für die geleistete Arbeit der Kolleginnen und Kollegen. Das Signal der Ausklammerung von Beamten aus der Einkommensentwicklung wird sich als krasses Signal der Demotivation auswirken – zum Schaden der Schulen", so Peter Silbernagel, Vorsitzender des nordrhein-westfälischen Philologen-Verbandes.
Keine Kommentare vorhanden