Strahlende Wildschweine und leitende Kunststoffe

Die Jugend forscht Landessieger 2005 aus Rheinland-Pfalz stehen fest. Beim Landeswettbewerb in Ludwigshafen wurden heute acht Projekte prämiert, die sich damit für das Bundesfinale im Mai in Dortmund qualifizierten. Insgesamt traten beim 40. Landeswettbewerb 62 Nachwuchsforscherinnen und -forscher an, die 36 Arbeiten präsentierten. Ausgerichtet wurde der Wettbewerb von der BASF Aktiengesellschaft in Ludwigshafen.

18.03.2005 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.

Landessiegerinnen im Fachgebiet Biologie wurden Anna-Lena Wegmann (19) und Judith Wisser (19) vom Otto-Hahn-Gymnasium in Landau mit ihrer Arbeit "Die radioaktiv belasteten Wildschweine des Pfälzer Waldes". Die beiden Nachwuchsforscherinnen untersuchten, inwieweit der Fallout des Reaktorunfalls von Tschernobyl in Fleisch und Nahrung der Tiere noch heute nachweisbar ist. Dabei zeigten sie, dass Hirschtrüffeln besonders kontaminiert sind, da sie verstärkt Cäsium speichern.

Im Fachgebiet Chemie überzeugte Ellen Gute (19) vom St.-Franziskus-Gymnasium in Kaiserslautern die Jury mit ihrem Projekt "Fluoreszenzkollektoren - bunte Energiewandler". Die Landessiegerin nutzte transparente, mit Fluoreszenzfarbstoff versetzte Kunststoffplättchen als Kollektoren für Licht. An den Kanten der Plättchen gebündelt und auf Solarzellen gelenkt, wird dieses Licht anschließend in Strom umgewandelt.

Den Landessieg in Physik errangen Alexander Roth (15), Andreas Mock (16) und Stephan Kröger (16) aus Trier mit einer "Untersuchung der Coriolis-Kraft". Im Fachgebiet Arbeitswelt waren Steffen Greb (18), Richard Burghause (16), Mats Becker (17) aus Gonsenheim mit dem Projekt "Kita-CMS - Website-Management für Kindertagesstätten" erfolgreich. Den Preis für die beste interdisziplinäre Arbeit erhielt Thomas Sander (17) aus Bernkastel-Kues, der "Säureerosionen an Zähnen" analysierte. Landessieger in Geo- und Raumwissenschaften wurde Martin Raquet (16) aus Landau mit dem Projekt "Die Venusphasen im Modellversuch". Ferner siegten Sebastian Depke (19) aus Bad Ems in Technik, der die "Entwicklung eines Abstandssteuerungssystems für fahrende Modellautos im Maßstab 1:87" präsentierte, sowie Alexandra Julier (17) und Christina Flörsch (16) aus Landau mit ihrer Arbeit "Delannoy-Zahlen und fraktale Strukturen - Motten auf dem Zahlenteppich" im Fachgebiet Mathematik/Informatik.

Der 40. Bundeswettbewerb Jugend forscht findet vom 26. bis 29. Mai 2005 in Dortmund statt. Ausrichter des Finales sind die Stiftung Jugend forscht e. V. und die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Alles Wissenswerte sowie viele downloadfähige Fotos aus vier Jahrzehnten Jugend forscht finden Sie unter www.jugend-forscht.org.

Kontaktadresse:

Stiftung Jugend forscht e.V.
Baumwall 5
20459 Hamburg
Tel.: 040 / 374709 - 0
Fax : 040 / 374709 - 99

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