Studie "Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich": nationales Spitzenergebnis / 92 Prozent der 3- bis 4-Jährigen besuchen Bildungseinrichtung
"Im frühkindlichen Bereich verzeichnen wir in Baden-Württemberg nationale Spitzenwerte. Das zeigt, dass wir mit unseren bildungspolitischen Innovationen wie zum Beispiel dem Bildungshaus für 3-bis 10-Jährige, dem Orientierungsplan und dem schulreifen Kind nachhaltig Wirkung erzielen können", erklärte Kultusminister Helmut Rau MdL am Mittwoch (19. September) anlässlich der Veröffentlichung des Berichts "Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich" des Statischen Landesamts Baden-Württemberg. Laut der Studie besuchen 92 Prozent der 3- bis 4-jährigen Kinder in Baden-Württemberg eine Bildungseinrichtung. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 78,8 Prozent, das OECD-Staatenmittel bei 68,5 Prozent.
19.09.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-WürttembergBei der Bildungsbeteiligung der 5- bis 14-Jährigen erreicht Baden-Württemberg laut Studie sogar einen nationalen Spitzenwert von 100 Prozent. In den OECD-Staaten liegt der Mittelwert bei 98,4 Prozent, der deutsche Durchschnittswert beträgt 98 Prozent. Die Studie zeigt auch, dass die Bildungsausgaben pro Bildungsteilnehmer mit 7000 Euro genau auf der Höhe des Bundesdurchschnitts liegen. In den OECD-Staaten erreichen die Ausgaben durchschnittlich 6800 Euro.
Einen weiteren Spitzenwert erreicht Baden-Württemberg in der vollzeitschulischen Berufsausbildung der Sekundarstufe II. Die beruflichen Bildungsgänge erreichten deutschlandweit einen Wert von 15 Prozent. In Baden-Württemberg lag dieser Anteil bei 25 Prozent. "Das besonders breite Angebot der hiesigen Berufskollegs und der Berufsfachschulen trägt zu diesen hervorragenden Werten bei", betonte Rau.
Außerdem nimmt Baden-Württemberg auch im Tertiärbereich A und B (Universitäten, Fachhochschulen, Berufsakademien) bei den naturwissenschaftlich-technischen Fächern neben Sachsen eine Spitzenposition ein. Vier von zehn Abschlüssen werden in Baden-Württemberg und Sachsen in diesen Fächern erworben. Deutschlandweit sind es 33 Prozent, das OECD-Mittel beträgt 25 Prozent. Im Bereich der Mathematik und Informatik betrug der Anteil der Absolventinnen und Absolventen von Hochschulen und Fachhochschulen in Baden-Württemberg 10,8 Prozent. Deutschlandweit liegt er bei 7,6 Prozent, in den OECD-Staaten bei 5,4 Prozent. Mit 34 Prozent ist der Anteil an Frauen ist in den mathematischen Fächern als herausragend einzustufen. Für Deutschland liegen die Werte bei 25,7 Prozent, in den OECD-Staaten bei 28,6 Prozent. "Wir haben als erstes Bundesland das Fach NwT (Naturwissenschaft und Technik) als Profilfach in den Gymnasien eingeführt. Ich bin mir sicher, dass wir damit einen überdurchschnittlichen Beitrag zur Ausbildung des Ingenieurnachwuchses leisten werden", erklärte der Kultusminister.
Die Studie "Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich" ist eine auf den Südwesten bezogene Auswertung der OECD-Studie "Education at a glance" ("Bildung auf einen Blick"), deren Ergebnisse am Vortag in Berlin vorgestellt wurden.
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