Symposium thematisiert die schulischen Anwendungsmöglichkeiten neuer Entwicklungen im Bereich des Internets

Kultusminister Helmut Rau MdL hat am Mittwoch (24. Oktober) das Symposium "Zukunftsforum Lernen" in Esslingen eröffnet. Die zweitägige Veranstaltung beschäftigt sich mit neuen Trends im Bereich des Internets und deren Anwendungsmöglichkeiten an den Schulen. Im Mittelpunkt steht der Einsatz des "WEB 2.0". Damit wird eine veränderte Wahrnehmung und Nutzung des Internets beschrieben. Das Zusammenwirken bereits vorhandener Internet-Technologien ermöglicht dem Nutzer eine aktive Mitgestaltung der Netzinhalte. Das Symposium wird vom Kultusministerium gemeinsam mit der Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen und dem Unternehmen Festo AG veranstaltet.

24.10.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Für die Schulen ergeben sich durch die Weiterentwicklung des Internets weit reichende Perspektiven für eine veränderte Lern- und Unterrichtskultur, hob Rau in seiner Ansprache hervor. Es wachse eine Generation heran, die mit den neuen Möglichkeiten des Internets ganz selbstverständlich umgehe. Dazu gehörten internetbasierte Journale (Bloggs), Video- und Audiodateien (Podcasts) sowie vom Nutzer änderbare Internetseiten (Wikis). Die Kombination dieser Werkzeuge habe das Internet zu einem Ort der aktiven Mitgestaltung von Kommunikation und Wissenstransfer gemacht. Herkömmliche computer- und internetbasierte Lernkonzepte (E-Learning) könnten um zusätzliche Möglichkeiten erweitert werden. Die Zukunft gehöre dem interaktiven Lernen im Medienverbund. "Die Internet-Werkzeuge ermöglichten eine permanenten Dialog und Austausch. Die Schülerinnen und Schüler können zu kreativen Co-Autoren beim Aufbau von Lernmodulen werden", sagte der Minister. Rau hob auch die Bedeutung der Erkenntnisse der Hirnforschung hervor. Diese würden eine wichtige Grundlage bei der Entwicklung neuer Lernkonzepte bilden. Über den aktuellen Stand der Forschungsergebnisse informiert Professor Dr. Ernst Pöppel, Direktor des Instituts "Medizinische Psychologie" der Ludwig-Maximilians-Universität München, die Symposiums-Teilnehmer.

"Als Weltmarktführer in der technischen Bildung entwickelt und erprobt die Festo AG innovative Werkzeuge für eine neue internetbasierende Wissensinfrastruktur", sagte Dr. Eberhard Veit, Sprecher des Vorstands der Festo AG. Dies geschehe vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung von "Web2.0" und "Social Computing" für die Umsetzung von Konzepten des Lebenslangen Lernens, wie Dr. Hermann Klinger, Leiter Business Development Knowledge bei Festo, betonte. Kernelemente einer modernen und innovativen Gestaltung von Bildungsprozessen seien eine zunehmende Individualisierung, die Ausrichtung auf die Anwendung von Wissen, gemeinsame Wertschöpfung der Anbieter und Nutzer als steuerndes Element sowie effizientes und lebenslanges Lernen. Veit und Klinger hoben den Einsatz der Festo AG für die schnelle Nutzung von Onlinemedien an Schulen, Universitäten und Bildungseinrichtungen hervor. "Eine funktionierende Partnerschaft zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Bildungsbereich im Bereich moderner Kommunikationsmittel eröffnet der jungen Generation viel versprechende Perspektiven in Schule, Studium und Beruf."


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