Niedersachsen

Teilhabe und Inklusion in der beruflichen Bildung

Mit der "Qualifizierungsoffensive Inklusive BBS" unterstützt das Niedersächsische Kultusministerium nun auch Lehrkräfte in berufsbildenden Schulen bei der Umsetzung der inklusiven Schule mit Fort- und Weiterbildungsangeboten.

29.12.2014 Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium

"Dabei geht es zunächst vor allem darum, den Prozess der Inklusion in den berufsbildenden Schulen zu organisieren und sie strategisch auszurichten", erläutert Kultusministerin Frauke Heiligenstadt. "Auch in den Berufsschulen wollen wir die nötigen Voraussetzungen schaffen, damit Jugendliche mit und ohne Unterstützungsbedarf gut gemeinsam lernen können und umfassende Teilhabe möglich ist." Ab dem Schuljahr 2018/2019 gilt auch in den berufsbildenden Schulen in Niedersachsen der Rechtsanspruch für die inklusive Schule.

Nachdem in einem ersten Schritt bereits Schulleiterinnen und Schulleiter sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren qualifiziert worden sind, starten im Frühjahr 2015 Fort- und Weiterbildungen für Lehrkräfte aller öffentlichen berufsbildenden Schulen in Niedersachsen. "Damit bereiten wir Schulleitungen und Lehrkräfte im berufsbildenden Bereich frühzeitig vor, um die mit der inklusiven Schule verbundenen Anforderungen erfolgreich bewältigen zu können", so Heiligenstadt. "Das gemeinsame Lernen in den berufsbildenden Schulen bringt allein aufgrund des hohen Praxisanteils besondere Herausforderungen mit sich. Mit der ´Qualifizierungsoffensive Inklusive BBS` geben wir Schulen und Lehrkräften in der beruflichen Bildung das nötige Rüstzeug mit auf den Weg."

Bis Ende 2015 erhalten alle rund 140 öffentlichen berufsbildenden Schulen in Niedersachsen die Möglichkeit, zunächst jeweils zwei Lehrkräfte entsprechend fortzubilden. Die teilnehmen- den Lehrkräfte sollen unter anderem dazu befähigt werden, Fragen zu beantworten, die sich im Umfeld einer inklusiven Beschulung ergeben: zum Beispiel was zu tun ist, wenn sich ein junger Mensch mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf an einer BBS anmeldet, welche zusätzlichen Ressourcen zur Verfügung stehen oder wie Fördergutachten erstellt werden. Ab 2017 werden im Rahmen der "Qualitätsoffensive Inklusive BBS" regionale Fortbildungen für Lehrkräfte im Unterrichtseinsatz angeboten. Ministerin Heiligenstadt: "Die inklusive Ausgestaltung des Übergangs Schule-Beruf ist ein wichtiger Beitrag, um junge Menschen mit Handicap eine selbstbestimmende Zukunft zu ermöglichen. Allein in diesem Schuljahr stellt die Landesregierung für dieses Vorhaben rund eine Million Euro bereit."


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