Baden-Württemberg

Tendenziell immer weniger Schulanfänger

Die Zahl der Einschulungen an Grundschulen [1] ist im Zeitraum von 2000 bis 2012 um gut ein Fünftel von 112 653 auf 89 426 zurückgegangen. Dies ist der niedrigste Wert seit 1985. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, werden zum neuen Schuljahr 2013/14 schätzungsweise ca. 89 500 Kinder ihren ersten Schultag an einer Grundschule feiern, womit die Zahl der Einschulungen dort auf ähnlich niedrigem Niveau wie im Vorjahr bliebe.

05.09.2013 Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Weitere ca. 1 650 Kinder werden voraussichtlich an den privaten Freien Waldorfschulen eingeschult werden und ca. 4 450 Kinder mit besonderem Förderbedarf an einer Sonderschule.

Die gut 89 400 Schulanfänger an den Grundschulen im letzten Jahr (Herbst 2012) setzten sich zusammen aus rund 79 000 "normal" eingeschulten Kindern (bis zum 30.09.2012 sechs Jahre alt geworden), 2 300 "früh" eingeschulten Kindern (nach dem 30.09.2012 sechs Jahre alt geworden) und gut 8 100 "spät" eingeschulten Kindern, die im Vorjahr zurückgestellt worden waren. Dies entspricht Anteilen von 2,6 % "früh", 88,4 % "normal" und 9,1 % "spät" Eingeschulten.

Jungen werden weiterhin seltener früh und häufiger spät eingeschult als Mädchen. So wurden an den Grundschulen des Landes im Jahr 2012 von den Jungen 2 %, von den Mädchen dagegen gut 3 % früh eingeschult. Spät eingeschult wurden gut 11 % der männlichen Schulanfänger im Gegensatz zu knapp 7 % der weiblichen. Von den insgesamt rund 87 800 Kindern [2] (siehe Tabelle "Erstmals schulpflichtige und zurückgestellte Kinder an Grundschulen seit 1990"), die im Herbst 2012 erstmals schulpflichtig waren, wurde jedes zehnte zurückgestellt. Jungen waren mit gut 12 % weiterhin häufiger von einer Rückstellung betroffen als Mädchen mit gut 7 %.

Zwischen den einzelnen Stadt- und Landkreisen schwankten die Quoten der früh bzw. spät eingeschulten Kinder an Grundschulen auch im Jahr 2012 erheblich. Bei den Früheinschulungen reichte die Spannweite von 1,2 % im Schwarzwald-Baar-Kreis bis zu 5,6 % im Stadtkreis Baden-Baden. Die Späteinschulungen streuten von 6,4 % im Stadtkreis Heidelberg bis zu 12,5 % im Schwarzwald-Baar-Kreis.

[1] Ab dem Schuljahr 2012/13 einschl. Grundschulen im Verbund mit einer Gemeinschaftsschule.

[2] Zu den erstmals schulpflichtigen Kindern gehören alle, die bis zum 30.09.2012 das 6. Lebensjahr vollendet hatten (soweit sie nicht schon im Vorjahr eingeschult worden waren). Der Großteil dieser Kinder wurde eingeschult, ein Teil aber auch von der Einschulung zurückgestellt.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden