Teures Abschreiben
(Eigenbericht) Siehe auch: [Schüler im Netz Teil I](http://bildungsklick.de/Service/Data/982/view) Für viele Schüler ist das Internet unterdessen zu einer willkommenen Hilfe bei Hausaufgaben, Facharbeiten oder Referaten geworden. Im Netz können sie sich schnell noch auf die Geschichtsarbeit von morgen vorbereiten, das ausstehende Referat mit aktuellen Infos ergänzen oder gar eine komplette Hausarbeit herunterladen. Nicht ganz legal, sich mit fremden Federn zu schmücken, trotzdem durchaus beliebt.
06.05.2004 ArtikelDie ersten Angebote mit Unterrichtsmaterialien, Lerntipps und Informationen wurden von engagierten Lehrern, Studenten und Schülern ins Netz gestellt und konnten von jedermann kostenlos genutzt werden. Rasch erfreuten sich diese Hausaufgabenhilfen großer Beliebtheit. Bald aber entdeckten findige Abzocker das große Geschäft. Sie nutzen Wissbegierde oder Faulheit der Schüler gnadenlos aus und verknüpfen die Abfrage nach Referaten, Texten oder Formeln kurzerhand mit kostenpflichtigen Dialern. Diese Einwahlprogramme. stellen über Servicenummern eine Verbindung zwischen dem heimischen PC und dem Internet her und machen es den Anbietern möglich, Dienstleistungen – wie das Herunterladen von Referaten -abzurechnen.
Angebote dieser Art gibt es unterdessen reichlich. Bei der Abfrage nach dem Stichwort Hausaufgaben nennt die Suchmaschine Google gleich mehrere dieser Adressen.
Links wie hausaufgaben.de, hausaufgaben.net oder cheat.net stellen den Schülerservice gnadenlos in Rechnung. Die Kostenhinweise sind entweder unauffällig am Fuß der Seiten angebracht oder erst in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Minutenpreise von 1,99 Euro oder ein Blocktarif von 30 Euro für eine halbe Stunde sind keine Seltenheit.
Die böse Überraschung kommt dann mit der nächsten Telefonrechnung, denn die Suche nach Referattexten und fertigen Hausaufgaben kann schnell einige Hundert Euro teuer werden. Was allerdings über die Qualität der Fundstücke nichts aussagt.
Was tun? Zwar sollen neue Gesetze das Abzocken per Dialer verhindern, bislang aber haben die Anbieter sich immer neue Tricks einfallen lassen. Da ist es schon sicherer, den Dialern ganz aus dem Weg zu gehen. Gegen eine geringe Gebühr kann man bei der Telekom alle Dialer-Nummern für den eigenen Anschluss sperren lassen. Eine weitere Möglichkeit: Kostenlose Schutzprogramme aus dem Internet. Ausführliche und aktuelle Informationen dazu gibt es auf der Seite www.dialerschutz.de. Und schließlich können sich die Schüler eine Liste seriöser Anbieter anlegen. Denn die gibt es tatsächlich auch.
2499 Anschläge
Weiterführende Links
www.dialerschutz.de
Infoseite über Schutzmaßnahmen vor Dialern und unseriösen Anbietern.
www.learnetix.de
Umfangreiches uns kostenloses Aangebot des Cornelsenverlags für die Fächer Mathe, Englisch, Deutsch, Latein, Geschichte, Politik und Physik .
www.klett-training.de
Kostenlose Online Nachhilfe für die Fächer Deutsch und Mathematik in der 4. Grundschulklasse und die Fächer Deutsch, Mathe Englisch für die Klassen 5.-10.
www.schuelerlexikon.de
Umfangreiches Angebot der Verlage Duden und Paetec für insgesamt fünfzehn Fächer von Astronomie über Deutsch bis Wirtschaft.
www.wissen.de
Unter dem Stichwort Schulwissen von A-Z bietet das Wissensportal von Bertelsmann ein Themenarchiv zu den wichtigsten Schulfächern.
Keine Kommentare vorhanden