Bremen

Über 2.000 Menschen demonstrieren im Landes-Tarifkonflikt in Bremen

Vor der entscheidenden dritten Verhandlungsrunde in den Tarifverhandlungen des Öffentlichen Dienstes haben in Bremen über 2.000 Beschäftigte deutlich gemacht, dass sich Angestellte und Beamte des Landes nicht von der allgemeinen Lohnentwicklung abkoppeln lassen. Vor dem Rathaus forderte GEW-Landesvorstandssprecher Christian Gloede die Länder auf, endlich eine Entgeltordnung für die bundesweit 200.000 Lehrkräfte abzuschließen.

05.03.2013 Pressemeldung GEW Bremen

Zu der Kundgebung, an der u.a. Lehrkräfte, pädagogische Mitarbeiter an Schulen, Hochschulbeschäftigte und Polizistinnen und Polizisten teilnahmen, hatten die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und die Gewerkschaft der Polizei aufgerufen. Mit Blick auf die Verabschiedung der Eckpunkte für den Landeshaushalt durch den Bremer Senat am gleichen Tag stellte Gloede die Tarifrunde in den Rahmen der Auseinandersetzung um die Bildungsfinanzierung und der allgemeinen Finanzpolitik: "Wer öffentliche Bildung nicht gut und solide finanzieren will, weil es die Schuldenbremse gibt, sollte nicht die Bildung auf den Müll werfen, sondern die Schuldenbremse, die eine Bildungsbremse ist. Das würde den Menschen, den Lehrenden und den Lernenden, nützen!"

Bernd Winkelmann, ebenfalls Landesvorstandssprecher der GEW, machte deutlich, dass die Tarif- und Besoldungspolitik der Landesregierung nicht dazu beiträgt, Pädagoginnen und Pädagogen für das Bundesland zu gewinnen – und das, wo der durch zunehmende Pensionierungen und fehlenden Nachwuchs bundesweit zu erwartende Lehrermangel in Bremerhaven bereits fühlbar werde. Gerade angesichts der schwierigen sozialen Lage in Bremen und Bremerhaven streite die Gewerkschaft für "eine Entwicklung, die Chancen für die Menschen schafft, u.a. eben durch exzellente Bildung mit vielen exzellenten Pädagoginnen und Pädagogen", so Winkelmann abschließend.

Vor der Kundgebung hatten die Streikenden am Morgen das Schulzentrum Delmestraße blockiert. Um 11 Uhr waren die Streikenden von GEW und GdP vom DGB-Haus mit Zwischenkundgebungen vor der Bildungs- und der Finanzbehörde zum Marktplatz gezogen. Die Gewerkschaften fordern 6,5 Prozent mehr Lohn, eine Entgeltordnung für Lehrkräfte und weniger Befristungen an den Hochschulen. Die Arbeitgeber haben in bisher zwei Verhandlungsrunden kein Angebot vorgelegt.

Ansprechpartner

GEW Bremen

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