Bayern

Über 3.500 neue Festanstellungen für Lehrkräfte und Fachlehrer an staatlichen Schulen in Bayern im neuen Schuljahr - unterschiedliche Situation je nach Schulart und Fächerkombination

Viele neue Beschäftigungsmöglichkeiten an staatlichen Schulen bietet der Freistaat Bayern im kommenden Schuljahr 2012/2013 Lehrkräften trotz rückläufiger Schülerzahlen an. Insgesamt kann das Kultusministerium allein über 3.500 Lehrkräfte und Fachlehrer fest anstellen. Viele weitere befristete Beschäftigungsverhältnisse stehen außerdem zur Verfügung. Von den über 3.300 geplanten Festanstellungen allein für Lehrkräfte, im Regelfall im Beamtenverhältnis, entfallen auf die Förderschulen rund 530, auf die Grund- und Mittelschulen knapp 1.200, auf die Realschulen über 450, auf die Gymnasien rund 750, auf die beruflichen Schulen über 350 Lehrkräfte. Mit den Neuanstellungen werden nicht nur ausscheidende Lehrkräfte ersetzt. Allein im Rahmen des Nachtragshaushalts wurden im Rahmen der Initiative Aufbruch Bayern 1082 zusätzliche Stellen geschaffen.

16.07.2012 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Mit den neuen Lehrkräften können wir im kommenden Schuljahr die Ganztagsangebote ausbauen, den inklusiven Unterricht vorantreiben und den Unterricht sichern", so Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle. Neben einem Plus an Stellen im Nachtragshaushalt ermöglicht auch die Reduzierung der Arbeitszeit für die staatlichen Lehrkräfte zusätzliche Einstellungen. Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler wird sich im neuen Schuljahr bei etwa 1,72 Millionen bewegen, derzeit liegt sie noch bei rund 1,75 Millionen.

Besonders gut stehen die Chancen für Absolventen des Lehramts für Förderschulen. Hier können - wenn die Kandidaten mindestens die beiden Staatsexamina mit 3,5 abgelegt haben - alle Bewerberinnen und Bewerber eingestellt werden. Darüber hinaus werden auch zahlreiche Lehrkräfte anderer Lehrämter ein Beschäftigungsangebot in der Förderschule erhalten. Ausgesprochen günstig entwickelt sich die Situation für Lehramtsbewerber mit Lehrbefähigung für berufliche Schulen. Vor allem für Bewerberinnen und Bewerber mit technischen Fachrichtungen sowie mit Wirtschaftswissenschaften ergeben sich günstige Einstellungschancen. Das Kultusministerium stellt außerdem rund 105 gymnasiale Lehrkräfte für die Fach- und Berufsoberschulen sowie Wirtschaftsschulen ein, vor allem in Fächerverbindungen mit Englisch und Deutsch.

Je nach Fächerkombination entwickeln sich die Chancen für die Einstellung von Bewerberinnen und Bewerbern für die staatlichen Realschulen und staatlichen Gymnasien.

Sehr gute Einstellungschancen an staatlichen Realschulen bestehen in den Fächern Biologie, Informatik und Schulpsychologie.

Einstellungskorridor für die Jahrgangsbesten

An den Gymnasien haben Absolventen mit Fächerverbindungen mit Mathematik, Physik, Informatik, Evangelische Religionslehre, Kunst und Musik sehr gute Chancen. Die Anzahl der Bewerber liegt hier unter der Zahl der Anforderungen der Schulen.

Schwierig erweist sich sowohl an staatlichen Realschulen wie Gymnasien die Situation für Bewerberinnen und Bewerber mit Fächerverbindungen mit Deutsch und Englisch. Das Kultusministerium praktiziert aber für die Jahrgangsbesten einen Einstellungskorridor, so dass die besten Absolventen auch dieser Fächer eingestellt werden.

Minister Spaenle betonte: "Obwohl wir gerade für Berufliche Schulen, Förderschulen sowie Mittelschulen eine günstige Situation bei der Einstellung von Junglehrern verzeichnen, sehen wir Probleme für Absolventen bestimmter Lehramtsstudiengänge und Fächer wie den neuen Sprachen an Gymnasien und Realschulen."

Lehramtsbewerber, die in diesem Jahr nicht in den Staatsdienst übernommen werden können, können sich fünf Jahre über die Warteliste bewerben.

Bayern eröffnet Anstellungsmöglichkeit in anderen Ländern

In Abstimmung mit anderen Ländern - z.B. durch eigene Vereinbarungen etwa mit Berlin und Baden-Württemberg - wurden Absolventen bestimmter Lehrämter aus Bayern bereits in den vergangenen Jahren zusätzlich Anstellungsmöglichkeiten eröffnet.

Das Ministerium informiert auch auf seiner Homepage über Stellenangebote außerhalb des bayerischen Staatsdienstes.

Lehrerbedarfsprognose hilft, die richtige Studienentscheidung zu treffen

Mit Blick auf die Chancen, die Studienbewerber mit einem Lehramtsstudium am Ende von Studium und Vorbereitungsdienst haben, bat Minister Spaenle nochmals die Studieninteressenten darum, die Lehrerbedarfsprognose, die das Kultusministerium jährlich auf der Grundlage u. a. der aktuellen Schülerprognose und statistischer Daten zum Lehrerbestand erstellt - bei der Wahl ihres Lehramtsstudiengangs und gegebenenfalls der Fächerkombination zu berücksichtigen.

Die Lehrerbedarfsprognose ist ein Instrument, das allen Interessenten an einem Lehramtsstudium dazu dient, die richtige Wahl hinsichtlich des Studiengangs und der Studienfächer zu treffen.


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