Übergangsregelung bis zur Vertretungsreserve: Schulen unter 100 Prozent können ab sofort Lehrkräfte befristet einstellen

Bis zur Einführung der in der Koalitionsvereinbarung angekündigten Vertretungsreserve von drei Prozent ab kommenden Schuljahr kann jede Schule, die eine Ausstattung von weniger als 100 Prozent Lehrkräfte aufweist, befristet Lehrerinnen und Lehrer einstellen. Voraussetzung ist, dass zur Abhilfe kein regionaler Ausgleich möglich ist.

08.02.2007 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Die Personalbedarfsfeststellung für Lehrkräfte in Berlin ergab eine durchschnittliche Ausstattung in Höhe von etwa 101 Prozent. Herausgerechnet sind dabei bereits durch langfristige Erkrankungen und Mutterschutz nicht verfügbaren Lehrkräfte.

Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner: "Dennoch sind trotz der grundsätzlich knapp ausreichenden Ausstattung Unterschiede im Vergleich der einzelnen Schulen vorhanden. Bis zur Einführung der Vertretungsreserve wird mit befristeten Einstellungen dafür gesorgt, dass alle Schulen eine Ausstattung von mindestens 100 Prozent haben, d. h. Stundentafel sowie alle Förder- und Teilungsstunden vollständig abgedeckt werden können."

Im Rahmen der Lehrkräfteausstattung werden derzeit regionale Umsetzungen zu Gunsten der Schulen mit Bedarf durchgeführt. Ist trotz aller Anstrengungen ein Ausgleich in der Region nicht möglich oder liegt nachgewiesener Fachbedarf weiterhin vor, können diese Schulen befristete Einstellungen von Lehrkräften bis zum Ende des Schuljahres 2006/2007 vornehmen. Bei diesen Einstellungsverfahren werden die Schulleiterinnen und Schulleiter von der Bildungsverwaltung unterstützt.

Senator Zöllner: "Damit ersetzt Berlin auch diejenigen dauerhaft erkrankten Lehrkräfte, deren Stellen noch nicht frei sind. Unser Ziel ist es, ab sofort den Unterrichtsausfall auf ein absolutes Minimum zu drücken."

Bis zum Ende des Schuljahres 2006/2007 rechnet die Bildungsverwaltung mit 300 befristeten Einstellungen. Das entspricht 200 Vollzeitstellen. Für eine befristete Einstellung sind geeignet:

  • Bewerberinnen und Bewerber für eine Daueranstellung, die sich bei der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung bereits beworben haben oder noch bewerben. Wer aus dieser Gruppe eine befristete Einstellung annimmt, wird bei den zum Schuljahr 2007/2008 vorgesehenen Einstellungen auf Dauer vorrangig berücksichtigt;
  • Lehrkräfte, die derzeit mit einem 2/3-Vertrag angestellt sind;
  • Lehrkräfte, die derzeit beurlaubt sind;
  • Lehrkräfte, die sich derzeit in Elternzeit befinden;
  • Lehrkräfte, die sich derzeit in der Freistellungsphase ihrer Altersteilzeit befinden;
  • Lehrkräfte im Ruhestand.

Senator Zöllner ruft diese Lehrerinnen und Lehrer auf: "Damit wollen wir den Schulen, aber auch Lehrerinnen und Lehrern beim Berufseinstieg helfen. Jede Lehrkraft, die sich in der Schule engagieren will, ist herzlich willkommen - darum melden Sie sich bitte."

Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen in der Zentralen Bewerberstelle sind:

Herr Fischer, Telefon 030 90266430, eMail:

Herr Härtel, Telefon 030 90266535, eMail:

Frau Schulz, Telefon 030 90266452, eMail:

Frau Müller, Telefon 030 90266208, eMail:


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