Bayern

Übungsklausuren zum länderübergreifenden Abitur werden in Bayern schülerfreundlich organisiert

Mit Erstaunen hat das KM die heutigen Einlassungen des Bayerischen Philologenverbands (bpv) zur Kenntnis genommen. Grundsätzlich nehme man pädagogische Hinweise ernst, allerdings sei mit dem Verband folgendes schülerfreundliche Vorgehen abgestimmt worden:

12.11.2012 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus
  1. Die Schülerinnen und Schüler können die in der Übungsklausur erzielte Leistung als Halbjahresleistung einbringen, wenn sie das wünschen. Konkret heißt das, dass die Schüler wählen können, ob sie die Note der Übungsklausur oder der Pflichtklausur einbringen wollen.
  2. Bezüglich der Termine der drei Übungsklausuren wurde ein weiter Terminkorridor von fast eineinhalb Monaten vereinbart.
  3. Für die Schülerinnen und Schüler entsteht auch deshalb keine Zusatzbelastung, da bereits jetzt mit dem Verband vereinbart wurde, den Abgabetermin der Seminararbeit nach hinten zu verlegen.

Die im Herbst 2013 vorgesehenen Übungsklausuren zum länderübergreifenden Abitur 2014 sind wichtiger Bestandteil einer pädagogisch sinnvollen Prüfungsvorbereitung. Durch die Klausuren in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch werden die Schülerinnen und Schüler gut auf das Abitur 2014 vorbereitet, das erstmals länderübergreifende Aufgaben und Aufgabenteile enthält. Die Schüler haben so eine zusätzliche Gelegenheit, die Prüfungsanforderungen kennenzulernen und Erfahrungen mit den Aufgabenformen zu sammeln.

In der Oberstufe des bayerischen Gymnasiums wird pro Fach und Halbjahr nur eine schriftliche Klausur geschrieben. Das Kultusministerium hat deshalb in den Planungen darauf Wert gelegt, dass Vorbereitung, Aufgabenstellung und Korrektur der einzigen Pflichtklausur ausschließlich in den Händen der jeweiligen Kursleiter bleiben. Der Vorschlag des Bayerischen Philologenverbands (bpv), die Pflichtklausur durch die Übungsklausur zu ersetzen, kann daher nicht im Interesse der Lehrkräfte sein, die die einzige Pflichtklausur pädagogisch und didaktisch auf ihren Unterricht abstimmen möchten. Der Verweis des bpv auf die in Niedersachsen angedachte Regelung greift zudem zu kurz, da die Schülerinnen und Schüler hier je Fach und Halbjahr zwei Klausuren schreiben müssen - und damit doppelt so viel wie in Bayern.

In den Ländern Bayern, Sachsen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein schreiben Schülerinnen und Schüler erstmals 2014 Abiturprüfungen, bei denen von den Ländern gemeinsam entwickelte Aufgaben und Aufgabenteile in die Abiturprüfungen der Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik eingebunden werden. Zur Vorbereitung auf das länderübergreifende Abitur schreiben die Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2013/14 im Kurshalbjahr 12/1 in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch einmalig eine Übungsklausur.


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