Ursula von der Leyen: "Chancen nutzen, sich selbst ein Bild von anderen Ländern und Kulturen zu machen"
400 chinesische Jugendliche sind für eine Woche zu Besuch in Deutschland "Ich freue mich darüber, dass der deutsch-chinesische Jugendaustausch Früchte trägt und ein so großes Interesse an weiteren Treffen entfacht hat", sagte Bundesministerin Ursula von der Leyen beim heutigen Empfang von 400 chinesischen Jugendlichen im Bundeskanzleramt. "Wir sollten diese große Neugier aufeinander unbedingt nutzen und gemeinsam einen lang andauernden Austausch begründen. Es ist wichtig, dass sich die Jugendlichen beider Länder ungezwungen begegnen, Erfahrungen austauschen und sich nicht nur an den Bildern orientieren, die die Medien übermitteln."
15.10.2008 Pressemeldung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und JugendAuf Einladung von Bundeskanzlerin Angela Merkel nehmen vom 13. bis zum 20. Oktober 2008 insgesamt 400 chinesische Jugendliche an einem Besuchsprogramm in Deutschland teil. Zuvor reisten auf Einladung von Ministerpräsident Wen Jiabao bereits 400 junge Deutsche nach China. Darunter waren Vertreterinnen und Vertreter von Jugendorganisationen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, junge Künstlerinnen und Künstler, Vertreterinnen und Vertreter der kulturellen und politischen Jugendarbeit, junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Schülerinnen und Schüler sowie die Vertreterinnen und Vertreter der Deutschen Sportjugend und ihrer Mitgliedsverbände.
"Die jungen Chinabesucher sind mit reichen Erfahrungen und schönen Erinnerungen nach Deutschland zurückgekommen und wollten die Gastfreundschaft unbedingt so schnell wie möglich erwidern", so Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen. "Jetzt können sie ihren chinesischen Gästen endlich auch hier Land und Leute zeigen. Ich bin mir sicher, dass der deutsch-chinesische Austausch Strahlkraft haben wird und auch andere Menschen in den beiden Ländern erreicht." Der Grundstein für die bilaterale Jugendzusammenarbeit wurde am 14. September 2006 gelegt. Im Beisein von Bundeskanzlerin Merkel und Ministerpräsident Wen vereinbarte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit dem Allchinesischen Jugendverband der Volksrepublik China eine Kooperation im Bereich der Jugendhilfe. Der jüngste Austausch soll nun dazu beitragen, weitere partnerschaftliche Beziehungen zu knüpfen.
Das Bundesjugendministerium fördert den internationalen Jugendaustausch jährlich mit über 30 Mio. Euro und mit nahezu 100 Ländern. Rund 400.000 junge Menschen nehmen jedes Jahr an rund 2.500 außerschulischen Begegnungs- und Austauschprogrammen teil. Die Kontakte zwischen Jugendlichen aus verschiedenen Ländern sollen dazu beitragen, gegenseitiges Verständnis aufzubauen, interkulturelles Lernen zu ermöglichen, Toleranz und Offenheit zu praktizieren sowie die eigene Verantwortung für die Schaffung einer friedfertigeren und gerechteren Welt zu begreifen.
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