VBE: Den Kindern gerecht werden
Anlässlich des Anstiegs der Schülerschaft mit sonderpädagogischem Förderbedarf fordert die Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE), endlich angemessene Bedingungen für eine erfolgreiche Umsetzung der schulischen Inklusion an Regel- und Förderschulen zu schaffen.
14.06.2018 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW„Auf der einen Seite benötigen wir für die Inklusion eine angemessenere Schüler-Lehrer-Relation, auf der anderen Seite fehlt es an nötigem Personal. Hier muss dringend nachgesteuert werden. Die Kolleginnen und Kollegen erwarten mit Spannung die Pläne der Landesregierung“, erklärt Behlau.
Seitens des Schulministeriums gibt es Ankündigungen, die Inklusion qualitativ zu stärken und die vorhandenen Ressourcen zu bündeln. „Die angekündigten Eckpunkte müssen für alle Schulformen spürbar kleinere Lerngruppen und multiprofessionelle Teams beinhalten. An Regelschulen muss es für inklusive Klassen eine Doppelbesetzung aus Lehrkraft und Sonderpädagoge geben. Inklusion kann nicht gelingen, wenn lediglich eine einzige Lehrkraft ohne Unterstützung und ohne angemessene Fortbildungen in zu großen Klassen und zu kleinen Räumen unterrichten soll. Alle Lehrkräfte sind sehr gespannt auf die angekündigten Eckpunkte zu der schulischen Inklusion“.
Für den VBE kann die Bündelung der Ressourcen nur eine Übergangslösung sein. Stefan Behlau: „Letztlich sollte die Landesregierung allen Kindern wohnortnah bestmögliche Bildung ermöglichen.“
2 Kommentare
Es gibt Handlungsbedarf! Den Kindern gerecht werden, das heißt "jetzt handeln". Wir brauchen jetzt(!) eine geringere SchülerInnenzahl, mehr Personal, Offenheit für pädagogische Innovationen die die LehererInnen-SchülerInnenbeziehung wichtig nehmen und wo Bildung mehr bedeuteut als sich nur Fachwissen rein zu ziehen. Das kostet was? Vielleicht ist es aber nur eine Umschichtung von Kosten, die dann bei Therapien, Neurologen, Krankenständen, Psychiatrieneubauten,.... wieder eingespart werden, weil es allen Beteiligten besser geht.
Danke, für die Möglichkeit, hier einen Kommentar schreiben zu können. Das lag mir schon lange am Herzen. Zur Info: Ich bin selbst studierte Diplompädagogin und arbeite derzeit in der Kinderbetreuung, ganz "praktisch".