VBE: Mehr Einstellungen durch erhöhten Bedarf möglich
Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg begrüßt es, dass ab dem kommenden Schuljahr etliche Lehrer eine Stunde pro Woche weniger unterrichten müssen, da diese die dem Land fünf Jahre lang als Vorgriffsstunde zur Verfügung gestellte Zeit nun zurück erhalten. Durch den erhöhten Bedarf an Lehrerstunden könnten jetzt - auch bei zurückgehenden Schülerzahlen - mehr junge Pädagogen eingestellt werden.
02.09.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-WürttembergVor zehn Jahren hatten Lehrer unter 50 Jahren mit der sogenannten Vorgriffsstunde fünf Jahre lang dem Land wöchentlich eine zusätzliche Unterrichtsstunde als zinslosen "Kredit" zur Verfügung gestellt. Nach weiteren fünf Jahren "Karenzzeit" erfolgt nun die Rückabwicklung der groß angelegten Unterstützungsaktion für die damals - wie heute - klamme Haushaltskasse des Landes.
In den nächsten fünf Jahren bekommen die Lehrer, die an diesem bisher einmaligen Programm beteiligt waren, die vorgestreckte Zeit als jeweils eine wöchentlich nicht zu haltende Unterrichtsstunde zurück, sofern diese in Vollzeit arbeiten. Bei Teilzeitlehrkräften erfolgt die Rückabwicklung über die Besoldung.
Die Landesregierung bezweckte im Jahre 1998 mit der Vorgriffsstunde, weniger Geld für neue zusätzliche Lehrerstellen ausgeben zu müssen und damit den Landeshaushalt zu entlasten. Konkret gewann das Kultusministerium durch das Vorgriffsmodell in der Zeit der höchsten Schülerzahlen ein Volumen von 1.300 zusätzlichen Lehrerdeputaten. Anders formuliert: Das Land musste damals 1.300 Junglehrer weniger einstellen. Aus diesem Grund war der VBE bei der Vorgriffsstunde gegen ein Zwangsmodell und für eine Vorgriffsstunde, die auf dem Prinzip der Freiwilligkeit beruht hätte.
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