VBE wünscht deutlich raschere Senkung des Klassenteilers

"Die meisten Lehrer haben sich bewusst für ihren Beruf entschieden, weil sie Freude daran haben, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten, sie zu bilden, zu fördern und zu begleiten", sagt der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg, Rudolf Karg. Da die Bedingungen an den Schulen in den letzten Jahren nicht besser, sondern für alle spürbar schlechter geworden seien, habe sich bei den Pädagogen ein immer größerer Wunschzettel angesammelt, den es abzuarbeiten gelte. Die Unterstützung der Schulen durch die Politik sei dabei unverzichtbar.

23.12.2009 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg

Wie der VBE-Chef sich diese Unterstützung für die Schulen vorstellt, sagt er sehr deutlich: Durch eine rasche und spürbare Senkung des Klassenteilers, der in Baden-Württemberg - pädagogisch unverantwortlich - immer noch bei 32 Schü­lern liegt; durch die Sicherstellung einer verlässlichen Lehrerreserve im Krankheitsfall, durch die Gewährung notwendiger Stütz- und Fördermaßnahmen für schwächere Schüler, durch eine größere Anzahl motivierender AG-Stunden (Theater / Fußball / Modellbau / Tanz / Instrumental / Technik / Kochen / Schulgar­ten), durch die Schaffung von Planstellen für junge Pädagogen und die Chance für ältere Lehrer, den Dienst "ausschleichend" beenden zu dürfen - durch die Ein­führung der von der Landesregierung beharrlich verweigerten Altersteilzeit für alle beamteten Lehrkräfte.

"Wünsche, die selbstverständlich auch erst nach Weihnachten in Erfüllung ge­hen dürfen", ermuntert der VBE-Chef die politisch Verantwortlichen zum Han­deln.

Optimal sei eine Schulkultur, die das soziale Lernen in den Vordergrund stellen könne und in der das Positive hervorgehoben werde. Dabei sollten nicht nur die Leistungsstarken, sondern erst recht die Schwachen und Ängstlichen, die Unsicheren und Benachteiligten gestärkt werden. Gerade für die sollte die Weihnachtsbotschaft der Engel gelten: "Fürchtet euch nicht!" – auch nicht vor und in der Schule.

Damit Lehrer mehr Zeit für Schüler haben dürfen, individueller auf deren Probleme eingehen können, muss der Klassenteiler sofort und nicht erst sukzessive in der Zukunft gesenkt werden, fordert der VBE-Chef.


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