Nordrhein-Westfalen

VBE: Zeugnistag ist kein Gerichtstag

"Niemand hat gern eine 4 oder 5 auf dem Zeugnis – aber Noten sagen nicht alles über ein Schulkind aus. Statt zu bestrafen ist es wichtiger, nach Ursachen zu forschen", sagt Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW. Eltern sollten daher lieber nach Verbesserungen und Förderangeboten schauen.

31.01.2013 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

"Kinder sind selbst schon traurig genug, wenn sie sich bei schlechten Noten mit ihren Mitschülern vergleichen und dabei schlechter abschneiden", weiß Beckmann, "da hilft es mehr, gemeinsam nach Gründen zu suchen als die Schüler mit wenig hilfreichen Vorwürfen zu konfrontieren. Kinder müssen sehen, dass schlechte Noten keine Einbahnstraße sind – durch das Aufzeigen von möglichen Auswegen kann auch ein eher schlechtes Zeugnis noch eine positive Wendung bringen."

Eltern hätten als Erwachsene einen anderen Blick auf Zeugnisse und würden ihnen eine für die Kinder oft nicht nachvollziehbare Bedeutung beimessen, so Beckmann: "Kinder müssen selbst erkennen, dass gute Noten wichtig sind und dass Eltern bereit sind, sie beim Lernen zu unterstützen. Wichtig ist das Fingerspitzengefühl, damit Schule dabei nicht allein als Druck empfunden wird."


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