Nordrhein-Westfalen

VBE zur heutigen Plenardebatte über wohnungsnahe Grundschulen

"Mehr Chancengleichheit in der Primarstufe verwirklichen – dieses Vorhaben hatte der VBE im letzten Jahr durch sein Gutachten "Kurze Beine – kurze Wege" mit Nachdruck in die öffentliche Diskussion gebracht. Mit dem, was die Landesregierung zur Sicherung einer wohnortnahen Schulangebots bisher vorgelegt hat, kommt sie den Forderungen des VBE recht nahe", erklärte Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE NRW), zur heutigen Aussprache der Fraktionen von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und DIE LINKE im Landtag.

25.01.2012 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

Der VBE begrüße es, dass die Landesregierung deutlich erweiterte Möglichkeiten für die Schulträger schafft, kleine Grundschulen wohnortnah bei gleichzeitiger Gewährleistung qualitativer Standards zu erhalten. Den Vorschlag der CDU, neben dem Sozialindex einen Flächenindex einzubauen, der besonders den dünn besiedelten ländlichen Regionen zugutekommt, unterstütze der VBE ausdrücklich.

Der VBE erwarte – sobald der verbindliche Rechtsrahmen vorliege –, dass die Schulträger die neuen Möglichkeiten offensiv nutzen. Außerdem fordere er die Landesregierung dazu auf, bei der weitgehenden Favorisierung der Dependance-Lösung, einen zweiten Konrektor für die Grundschule einzuführen. "Trotz der Bemühungen der Landesregierung ist noch jede Menge Luft nach oben. Im nationalen und internationalen Vergleich ist die Grundschule in NRW deutlich unterfinanziert. Wer mehr Bildungsgerechtigkeit will, muss Grundschulen so ausstatten, dass jedes Kind entsprechend seiner Neigungen bestmöglich gefördert wird. Dass die Zahl der Grundschüler in den privaten Nachhilfeinstituten in den letzten Jahren ständig gestiegen ist, belegt, dass dringender Handlungsbedarf besteht" so Beckmann. Erhebungen des deutschlandweit tätigen Anbieters ´Studienkreis` belegen: Innerhalb eines Jahres hat sich der Anteil der Nachhilfeschülern aus der Grundschule NRW-weit von 6 Prozent auf 11 Prozent fast verdoppelt.

Beckmann abschließend: "Mehr Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit von Anfang an zu sichern, ist eine große, aber vor allem unabdingbare Verantwortung, der sich die politischen Entscheidungsträger nicht entziehen dürfen. Der VBE wird sich weiter für Verbesserungen stark machen. Er fordert die Landesregierung erneut dazu auf, die durch rückläufige Schülerzahlen in der Grundschule entstehenden Demografiegewinne zur dringend notwendigen Verbesserung der Rahmenbedingungen in der Primarstufe weiterhin sukzessive zu nutzen. Gerade im Hinblick auf die individuelle Förderung, auf die jedes Kind laut Schulgesetz einen Anspruch hat, sollte dies stets im Fokus stehen."

Die VBE-Expertise "Kurze Beine – kurze Wege" finden Sie unter www.vbe-nrw.de/content_id/2780.html

Verband Bildung und Erziehung e. V.
Landesgeschäftsstelle VBE NRW
Westfalendamm 247
44141 Dortmund
Tel.: 0231 / 42 57 57 - 0
Fax: 0231 / 42 57 57 - 10
www.vbe-nrw.de

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE NRW) organisiert 24.000 Pädagoginnen und Pädagogen vorwiegend an Grund-, Haupt-, Real-, Gesamt- und Förderschulen. Der VBE ist die größte Lehrergewerkschaft im Deutschen Beamtenbund.

,Der Verband Bildung und Erziehung (VBE NRW) organisiert 24.000 Pädagoginnen und Pädagogen vorwiegend an Grund-, Haupt-, Real-, Gesamt- und Förderschulen. Der VBE ist die größte Lehrergewerkschaft im Deutschen Beamtenbund.


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