Zu den geplanten Veränderungen der Schulbegleitung in Hamburg
Der Grundschulverband Hamburg setzt sich seit jeher für das Wohl und die Interessen aller Kinder ein. Jedes Kind hat das Recht auf Bildung, Teilhabe und individuelle Förderung. Unser Ziel ist es, Grundschulen als Orte der Gemeinschaft zu entwickeln, an denen Kinder gemeinsam leben und lernen können.
06.07.2026 Hamburg Pressemeldung Grundschulverband Landesgruppe HamburgDiese Gemeinschaft steht jedoch zunehmend unter Druck – durch gesellschaftliche Veränderungen, Krisen und stetig wachsende Anforderungen. Inklusion kann nur gelingen, wenn Schulen personell, fachlich und strukturell so ausgestattet sind, dass sie der Vielfalt aller Kinder gerecht werden. Gerade deshalb benötigen Schulen multiprofessionelle Teams, in den Lehrkräfte, Sonderpädagog:innen, Erzieher:innen, Therapeut:innen sowie qualifizierte Schulbegleitungen gemeinsam Verantwortung übernehmen. Inklusion kann nur gelingen, wenn wir sie als gemeinschaftliche Aufgabe aller an Schule Beteiligter sehen.
Die Ankündigung des Hamburger Senats (Pressemitteilung vom 26.06.2026), kurz vor dem Ende des Schuljahres Änderungen bei der Schulbegleitung vorzunehmen, erhöht den Druck auf alle Beteiligten zusätzlich und führt in einer ohnehin herausfordernden Phase zu einer erheblichen Belastung.
Wir begrüßen den Impuls des Hamburger Senats, ein Konzept zur Unterstützung und Teilhabe aller Kinder in den Bildungseinrichtungen unserer Stadt weiterzuentwickeln. Eine Kürzung der Ressourcen für die Schulbegleitung würde der Komplexität dieser Aufgabe jedoch nicht gerecht werden und wäre aus unserer Sicht nicht zielführend.
Stattdessen braucht es einen gemeinsam abgestimmten Entwicklungsprozess, an dem alle Beteiligten und Verantwortlichen im Sozialraum mitwirken. Ziel muss es sein, die Teilhabe aller Kinder nachhaltig zu sichern – insbesondere derjenigen, die mit besonderen Belastungen oder Unterstützungsbedarfen in die Schule kommen und auf verlässliche personelle Unterstützung angewiesen sind.
Hamburg steht vor finanziellen Herausforderungen. Gerade deshalb darf nicht bei den Kindern gespart werden, die auf Unterstützung angewiesen sind. Wir sind überzeugt, dass die Verantwortung für eine erfolgreiche und chancengerechte Teilhabe aller Kinder und Jugendlichen an Bildung für die Politik höchste Priorität haben muss.
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