"Verlegung des Unterrichtsbeginns nach EM-Finale wäre unverantwortlich"

"Die SPD ist mittlerweile fern von der Schulrealität!", wundern sich die Mitglieder des Bayerischen Realschullehrerverbands (brlv) über die Forderung der Sozialdemokraten, den Unterrichtsbeginn an Schulen nach dem EM-Finale um eine Stunde zu verschieben.

27.06.2008 Bayern Pressemeldung Verband Reale Bildung
  • © brlv

"Bei aller Euphorie und allem Nationalbewusstsein haben wir kein Verständnis dafür, dass die Abschlussprüfungen, die 38 000 bayerische Realschüler am Montag im Fach Mathematik ablegen werden, in irgendeiner Form beeinträchtigt werden", erklärt brlv-Vorsitzender Anton Huber. "Es ist schlicht und ergreifend unverantwortlich, dass der SPD-Bildungsexperte Ulrich Pfaffmann solche Gedanken überhaupt äußert!"

Angesichts der Tatsache, dass die Schülerinnen und Schüler im ländlichen Raum morgens mit dem Bus zur Schule befördert werden, sei ein späterer Unterrichtsbeginn technisch nicht umsetzbar oder würde sämtliche Busfahrpläne durcheinander bringen und eventuell Mehrkosten mit sich bringen.

Huber: "Der Bayerische Realschullehrerverband freut sich auf das Finale am Sonntag und wünscht der deutschen Nationalmannschaft genauso wie den Realschulabsolventen, die ebenfalls mit großer Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft auf ihr Ziel hingearbeitet haben, viel Glück und Erfolg!"

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