Verordnung für Regionalschulen kann in Kraft treten

Das Kabinett hat heute (19. Juni) abschließend die Landesverordnung für Regionalschulen (RegVO) beraten. Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave sagte anschließend: "Auch in Regionalschulen gibt es Schritte zum längeren gemeinsamen Lernen, mindestens bis zum Ende der Orientierungsstufe. Darüber hinaus sind Aufstiegsmöglichkeiten und Durchlässigkeit für die Schülerinnen und Schüler gewährleistet und erleichtert." Die Verordnung tritt am 1. August 2008 in Kraft. Bis zum Schuljahr 2010/11 werden die Haupt- und Realschulen in Schleswig-Holstein in Regionalschulen umgewandelt. Dort können Schülerinnen und Schüler künftig den Hauptschulabschluss und den Mittleren Abschluss erwerben.

19.06.2007 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Mit der Zusammenführung von Haupt- und Realschulen zu Regionalschulen wird unter anderem der demografischen Entwicklung Rechnung getragen. In vielen Regionen des Landes ist das Bildungsangebot durch zurückgehende Schülerzahlen gefährdet. Jeder Schulträger kann bereits vor 2010 über die organisatorische Verbindung von Haupt- und Realschule mit getrennter oder gemeinsamer Orientierungsstufe beschließen und ab dem Schuljahr 2008/09 die Umwandlung in eine Regionalschule beantragen.

Die Verordnung schreibt fest, dass eine Regionalschule nach der gemeinsamen Orientierungsstufe die Bildungsgänge zum Erwerb des Hauptschulabschlusses und des Realschulabschlusses umfasst. Am Ende von Jahrgangsstufe 6 entscheidet die Klassenkonferenz, welchem Bildungsgang die Schülerin oder der Schüler zugeordnet wird. Ab Jahrgangsstufe 7 wird der Unterricht mindestens in den Fächern Deutsch, Mathematik und der ersten Fremdsprache bildungsgangbezogen auf verschiedenen Anspruchsebenen erteilt, ab Jahrgangsstufe 8 gilt dies auch im naturwissenschaftlichen Lernbereich. Es können auch klassen- und jahrgangsübergreifende Lerngruppen gebildet werden. Durch die Wahl eines Wahlpflichtkurses ist ab Jahrgangsstufe 7 eine individuelle Schwerpunktbildung ermöglicht. Die Berufsorientierung ist integrativer Bestandteil aller Fächer und Jahrgangsstufen.

Im Hauptschulbildungsgang nehmen die Schülerinnen und Schüler am Ende der 9. Jahrgangsstufe an der zentralen Abschlussprüfung teil. Auch Schülerinnen und Schüler des Realschulbildungsganges können zur Teilnahme an der Hauptschulabschlussprüfung verpflichtet werden, wenn deutlich ist, dass sie den Realschulabschluss nicht erreichen werden. Die Jahrgangsstufe 10 endet für alle Schülerinnen und Schüler mit der zentralen Realschulabschlussprüfung.

Zudem hat das Kabinett heute abschließend über folgende Landesverordnungen beraten: Grundschulen, Orientierungsstufe, Hauptschulen, Realschulen, die Aufnahme und das Aufsteigen im Unterricht nach Jahrgangsstufen an den Gymnasien (Sekundarstufe I) (Schulartverordnung Gymnasien), Versetzung an berufsbildenden Schulen, Berufsfachschule und Fachschule.


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