Geflüchtete Kinder

VNN bietet Unterstützung bei Unterricht für Flüchtlingskinder an

Die Schulen stehen in den nächsten Monaten vor der Herausforderung, Zehntausende Flüchtlingskinder zu alphabetisieren und ihnen grundlegende Deutschkenntnisse zu vermitteln. Damit die Kinder schnell am regulären Unterricht teilnehmen können, bietet der Bundesverband Nachhilfe- und Nachmittagsschulen e.V. (VNN) an, Vorbereitungskurse in den Schulen durchzuführen. So werde die Voraussetzung geschaffen, die Kinder in die regulären Klassen und in die Gesellschaft zu integrieren.

28.08.2015 Pressemeldung VNN e.V. - Bundesverband Nachhilfe- und Nachmittagsschulen

Den Vorschlag von Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein, die Flüchtlingskinder von der Schulpflicht zu befreien, bis ihr Status geklärt ist, lehnt der VNN ab. "Der Vorschlag zeigt, dass die Schulen den erhöhten Bedarf an Unterricht nicht decken können. Es ist aber keine Lösung, die zum Teil traumatisierten Flüchtlingskinder über Wochen und Monate sich selbst zu überlassen statt ihnen die Struktur zu bieten, die sie brauchen. Sie zu unterrichten bedeutet auch, ihnen die Chance zu eröffnen, Teil ihrer Umgebungskultur zu werden", erklärt Dr. Cornelia Sussieck, Vorsitzende des VNN.

Die Mitglieder des VNN verfügen über praktische Erfahrungen und qualifizierte Lehrkräfte. Sie stehen bereit, um den Schulen beim Unterricht der Flüchtlingskinder zu helfen. Vielerorts unterstützen sie schon jetzt Schulen, wenn dort Förderbedarf für Kinder und Jugendliche ohne Deutschkenntnisse besteht. Außerdem können sie die Schulen aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung beraten und bei Bedarf weitere Partner vor Ort hinzuziehen.

Im Unterschied zu den Lehramtsstudenten, die in vielen Ländern jetzt eine Schnell-Ausbildung in Deutsch als Zweitsprache erhalten, könnten die Lehrkräfte der VNN-Mitglieder den Unterricht direkt aufnehmen. "Den VNN-Schulen die Beschulung der Flüchtlingskinder zu übertragen bedeutet, dass der Unterricht direkt beginnen kann. Es ist auch kostengünstiger, als wenn Lehramtsstudenten jetzt eigens für den Unterricht der Flüchtlingskinder ausgebildet werden", sagt Sussieck. An die Länder, die Städte und Kommunen appelliert der VNN daher, den Schulen entsprechende Budgets zur Verfügung zu stellen und ihnen freizustellen, wen sie mit dem Unterricht der Flüchtlingskinder beauftragen wollen.

Der VNN begrüßt, dass in vielen Schulen Vorbereitungsklassen gebildet wurden, um die Flüchtlingskinder zu beschulen. So können sie bedarfsgerecht gefördert werden, während die anderen Kinder in den regulären Klassen mit dem Schulstoff weiterarbeiten können. "Die Vorbereitungsklassen erlauben es auch, auf spezifische Probleme oder mögliche Traumata einzugehen",sagt Sussieck und appelliert an die Schulbehörden, die Einrichtung der Vorbereitungsklassen unbürokratisch zu genehmigen.

Bundesverband Nachhilfe- und Nachmittagsschulen e.V. (VNN)

Der VNN wurde 1998 als Interessenverband Nachhilfeschulen e.V. gegründet und ist der älteste und größte Verband der Nachhilfe-Branche. 2003 erhielt er seinen heutigen Namen "Bundesverband Nachhilfe- und Nachmittagsschulen (VNN) e.V.". Der VNN setzt sich für mehr Transparenz und verlässliche Qualität in der institutionellen Nachhilfe ein. Die ihm angeschlossenen privatwirtschaftlichen Nachhilfeorganisationen stehen für hohe Qualitätsstandards und die individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern in Kleingruppen oder Einzelunterricht. Dies gibt Eltern, Kindern und Jugendlichen Sicherheit und Orientierung. Der VNN vertritt die Interessen seiner Mitglieder gegenüber der Politik und in der Öffentlichkeit und fördert den vertrauensvollen Dialog zwischen Schule, Politik und Wirtschaft. Sitz des Bundesverbandes ist Erftstadt.
www.nachhilfeschulen.org

Ansprechpartner

VNN e.V. - Bundesverband Nachhilfe- und Nachmittagsschulen
Römerhofweg 1d
50374 Erftstadt
Web: http://www.nachhilfeschulen.org

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