Wahlversprechen einhalten!
Auf heftige Kritik stößt die neue Landesregierung beim Verband Deutscher Realschullehrer (VDR) mit ihren Plänen, Lehrerstellen abzubauen. Bisher war stets davon gesprochen worden, die Gewinne aufgrund der demografischen Entwicklung im System zu belassen und zur Verbesserung bei der individuellen Förderung zu verwenden.
06.05.2011 Pressemeldung Verband Reale BildungDer geplante Abbau der befristeten Vertretungsverträge kann nur dann akzeptiert werden, wenn die bisher dafür vorgesehenen Mittel zur Schaffung entsprechender Planstellen verwendet werden. Anderenfalls käme es zu einem unvertretbaren Anstieg des Unterrichtsausfalls.
Als Fortschritt stellen es die Koalitionäre dar, dass die Zahl der Schulpsychologen im Land um 10 erhöht wird. Damit ist jeder Psychologe durchschnittlich "nur" noch für 10 000 statt für 12 000 Schüler zuständig. "Hier hätten wir uns von Rot-Grün gerade im Hinblick auf den deutlich gewachsenen Beratungs- und Betreuungsbedarf mehr erwartet", so VDR-Landesvorsitzender Bernd Karst.
Als positives Zeichen der Kontinuität wertet Karst die personelle Besetzung des Bildungsministeriums. Sie lässt hoffen, dass in den Schulen nach den schwierigen Fusionen von ehemaligen Haupt- und Realschulen zu Realschulen plus oder zu Gesamtschulen wieder mehr Ruhe einkehren kann. Der VDR erwartet allerdings, dass sich die Arbeitsbedingungen an den Schulen weiter verbessern. Insbesondere muss die Klassenmesszahl in den Klassenstufen 7-10 deutlich gesenkt werden.
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