Werte leben! Wertevermittlung muss Bestandteil eines jeden Unterrichtes sein.

Der Bundeselternrat hat sich auf seiner Plenartagung vom 9. bis 11. November in Bad Hersfeld mit dem Thema "Werte in Erziehung und Bildung" befasst. Grundlage der Diskussionen waren Vorträge zu den Themen "Entwicklung von Wertevorstellungen", "Zwischen Islamkunde und islamischem Religionsunterricht" sowie "Wertebewusstsein entwickeln und Orientierung geben".

16.11.2007 Pressemeldung Bundeselternrat

Die Vorstellungen sehr gut gelingender Schule - der Sekundarschule Schkopau und der Heinrich-von-Kleist-Schule Wiesbaden - haben die Tagungsteilnehmer begeistert. "Solche Schulen, solche Lehrer wünschen wir uns überall", betonte der Vorsitzende des Bundeselternrates Dieter Dornbusch.

In die Resolution "Werte muss man leben" sind Positionen formuliert, die für die weitere Arbeit des Bundeselternrates als wichtig erachtet werden. Dort heißt es: "Werte müssen in allen gesellschaftlichen Bereichen vermittelt und gelebt werden. Werte wie Toleranz, Gerechtigkeit, Respekt, Fairness und Liebe sind Grundkonsens in allen Kulturen."

Der Bundeselternrat erweiterte die Sicht auf die oft nur auf Familie verengte Diskussion. "Die Wertevermittlung beginnt im Elternhaus. Schule, Freunde, Gesellschaft, religiöse Gemeinschaften und andere nehmen Einfluss auf die Entwicklung von Wertvorstellungen der Heranwachsenden."

Der Bundeselternrat legte natürlich den Schwerpunkt auf die Anforderungen im Schulalltag. Ausgehend vom Wertekonsens aller an Schule Beteiligten, muss Wertevermittlung Bestandteil "eines jeden Unterrichtes und damit auch Teil der Lehreraus- und Weiterbildung sein".

Wohl wissend, dass viele Diskussionen auch kontrovers verlaufen, betonen die Elternvertreter: "Wir wünschen uns einen gemeinsamen, alle Religionen und Kulturen thematisierenden Unterricht für alle Kinder - unabhängig von ihrer Herkunft. Verbindendes leben, an und aus den Differenzen lernen ist wichtig, Respekt vor dem Nicht-Gemeinsamen notwendig." "Wenn unsere Gesellschaft einen immer größer werdenden Teil ihrer Kinder in Armut aufwachsen lässt, nimmt sie ihnen die Chance, Wertschätzung zu erfahren und Werte zu erlernen. Wir fordern Chancengerechtigkeit für alle Kinder."

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