Wettbewerb um innovative Projekte im Bereich Fremdsprachen

Die Kinzig-Schule in Schlüchtern und die Freiherr-vom-Stein-Schule in Fulda sind mit dem "Europäischen Sprachensiegel 2005" für innovative und herausragende Projekte im Bereich Fremdsprachen ausgezeichnet worden. Beim diesjährigen Wettbewerb in Deutschland unter dem Motto "Fremdsprache im Sachfach - Förderung des bilingualen Lernens an Schulen und Hochschulen" hatten sich über 60 Einrichtungen um das Sprachensiegel beworben. An 12 Teilnehmer wurde die Auszeichnung vergeben. Sie erhielten neben den Urkunden auch Geld- und Sachpreise.

19.12.2005 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

"Die beiden hessischen Schulen engagieren sich auf besondere Weise für den Erwerb von Fremdsprachenkenntnissen", gratulierte Kultusministerin Karin Wolff den Preisträgern aus Hessen. "Das Erlernen von Sprachen ist eine wichtige Voraussetzung für Kommunikation und Mobilität in Europa und erhöht die Chancen der Schülerinnen und Schüler auf dem europäischen Bildungs- und Arbeitsmarkt", so die Ministerin.

Das berufliche Schulzentrum in Schlüchtern konnte die Expertenjury mit dem eigens konzipierten bilingualen Kurs "Business and Economics" überzeugen. Die Schülerinnen und Schüler erhalten in diesem Kurs die Möglichkeit, ihre Qualifikation auf dem Gebiet der Wirtschaftsfachsprache - zum Beispiel durch die Bearbeitung realitätsnaher Geschäftsfälle - deutlich zu verbessern. Der zweijährige Kurs schließt mit dem Erwerb des KMK-Fremdsprachenzertifikats. Das Gymnasium in Fulda erhielt das Sprachensiegel für die ganzheitliche und handlungsorientierte Beschäftigung mit dem Ersten Weltkrieg. Internet-Recherche, Rollenspiel, Lernzirkel sowie das Lesen englischsprachiger Jugendlektüre erlauben den Schülerinnen und Schülern die Betrachtung des Ersten Weltkrieges aus deutscher und englischer Perspektive.

Bei der Bewertung der Projekte wurden unter anderem Kriterien wie Originalität, Kreativität, Motivationsförderung und die Einbeziehung der sprachlichen und kulturellen Vielfalt in Europa berücksichtigt.

Das "Europäische Sprachensiegel" geht auf eine Initiative der EU-Kommission zurück und wird jährlich europaweit verliehen. Seit 1999 wird der Wettbewerb in Deutschland ausgeschrieben. Ziel des Wettbewerbs ist es, neue Initiativen im Bereich des Lehrens und Lernens von Sprachen zu fördern und über innovative Ideen und Projekte auf diesem Gebiet zu informieren. Für die Durchführung des diesjährigen Wettbewerbs war der Pädagogische Austauschdienst (PAD) der Kultusministerkonferenz zuständig.


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