Wichtig ist, dass Kinder die nötigen Kompetenzen erwerben
Unterschiedliche Auffassungen zu diskutieren und dabei voneinander zu lernen, ist ein wichtiger Weg in der Bildungsplanung. So kommentiert das Bayerische Kultusministerium die Ergebnisse einer Umfrage des Bayerischen Philologenverbands zur Schnittstelle zwischen der Grundschule und zum Gymnasium.
05.12.2012 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und KultusGerade angesichts der Arbeit der Lehrplankommission für den neuen Lehrplan für die Grundschule sei der Dialog wichtig und werde auch dort intensiv geführt, bevor das Arbeitsergebnis in die Anhörung gehen wird.
Unterschiedliche Positionen gibt es gegenwärtig, das wurde in dem Vorstoß des Philologenverbands nochmals deutlich, u. a.:
- zu dem Verfahren, wie Zahlen voneinander abgezogen werden (Subtraktionsverfahren). Hier geht es für das Ministerium darum, dass die Schülerinnen und Schüler bestmöglich die nötigen Kompetenzen erwerben und zugleich verstehen, wie das Verfahren des Abziehens funktioniert.
- wie auch zu der Methode, wie Schülerinnen und Schüler die Rechtschreibung erlernen. Auch hier geht es dem Ministerium darum, die Schülerinnen und Schüler bestmöglich vorzubereiten, dass sie die deutsche Sprache schriftlich und mündlich optimal nutzen können.
- Außerdem werden die Auswirkungen des Englischunterrichts in den Jahrgangsstufen 3 und 4 diskutiert. Während viele Wissenschaftler die Möglichkeit betonen, dass Kinder möglichst jung an fremde Sprachen herangeführt werden können, erwarten andere bereits greifbare Ergebnisse nach dem zweijährigen und jeweils zweistündigen Unterricht.
Das Ministerium deutet die Wortmeldung des Philologenverbandes als einen Beitrag im Diskurs zum Bildungsentwicklung. Dabei vertritt das Ministerium die Auffassung: Die Grundschule ist die Schulart, von der aus die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Wege im Bildungswesen gehen. Für alle müssen sie an der Grundschule vorbereitet werden.
Derzeit wird ein neuer Lehrplan für die Grundschule erarbeitet. Mit der Generation LehrplanPlus, in deren Rahmen in absehbarer Zeit für alle Schularten neue Lehrpläne erstellt werden, will das Kultusministerium sicherstellen, dass die Schülerinnen und Schüler leichter den Übergang von der Grundschule in die weiterführenden Schulen bewältigen können. Ebenso soll damit der Wechsel der Schülerinnen und Schüler von einer Schulart in eine andere unterstützt werden. Die Schnittstellenarbeit ist für das Ministerium wichtig. Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle will das bayerische Bildungswesen durchlässiger machen unter Erhalt des Qualitätsniveaus.
Einig ist sich das Ministerium mit dem Philologenverband sowie der Landes-Elternvereinigung an den Gymnasien, dass in den Grundschulen die Grundlagen nicht nur in Deutsch und Mathematik gelegt werden. Dies gelingt in Bayern, kann man verschiedenen Vergleichsstudien entnehmen. Einig ist man sich auch, dass dabei die Bedürfnisse der Kinder mit Migrationshintergrund durch eine intensive Förderung in Deutsch berücksichtigt werden müssen. Deshalb hat das Ministerium z.B. die Deutschförderung vom Kindergarten über die Grundschule bis in die weiterführenden Schulen deutlich ausgeweitet.
Ihre hohe Leistungsfähigkeit und ihren guten Bildungserfolg hatten die bayerischen Schülerinnen und Schüler beim 1. Ländervergleich in der 4. Jahrgangsstufe der Grund- und Förderschulen gezeigt, dessen Ergebnis im Herbst 2012 veröffentlicht worden war. Die Kompetenzen waren in den Fächern Deutsch und Mathematik erhoben worden. In beiden untersuchten Fächern rangieren die bayerischen Schülerinnen und Schüler auf Rang 1.
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