Wie ABC-Schützen Lesen und Schreiben lernen: Methoden und Materialien in der Grundschule

Das neue Schuljahr beginnt: Für rund 700.000 Erstklässler öffnet sich damit das Tor zum Lesen und Schreiben, der Basis jeder Schullaufbahn. In der ersten Grundschulklasse machen sich die Kinder mit unserem Schriftsystem vertraut. Sie lernen die Buchstaben und Laute kennen, kombinieren diese zu Silben und Wörtern und lesen so zeitig wie möglich erste Sätze und kurze Texte. Von Anfang an stellen deshalb Fibeln und Erstlesewerke motivierende Texte und Bilder bereit, damit die ABC-Schützen merken: Lesen macht Spaß, man erfährt Interessantes.

26.08.2015 Pressemeldung Cornelsen Verlag GmbH

Schule und Unterricht haben sich stark verändert, seit die Eltern der heutigen Grundschüler selbst lesen und schreiben gelernt haben. Innerhalb einer Klasse sind die Voraussetzungen der Kinder sehr unterschiedlich, es gibt viele verschiedene Herkunftssprachen und auch im Rahmen der fortschreitenden Inklusion Schüler mit sehr unterschiedlichem Förderbedarf. Entsprechend dieser Vielfalt existieren auch verschiedene Methoden, für die sich die Lehrer/innen je nach Situation entscheiden. In Folge dessen steht auch ein breites Angebot an Fibeln und Erstlesematerialien zur Verfügung, damit alle Kinder zum Lernerfolg geführt werden können.

Häufig eingesetzt werden "analytisch-synthetische" Leselehrgänge, die eine Buchstabenreihenfolge vorgeben, so etwa erfolgreiche Klassiker wie Mimi (Oldenbourg Schulbuchverlag) oder Meine Fibel (Volk und Wissen). Die Kinder lernen hier zunächst die Buchstaben, die am häufigsten vorkommen. Jedes neue Wort wird lautlich analysiert und die Einzellaute werden dann wieder zu einem Wortklangbild zusammengefügt. Angesichts der Verschiedenheit der Kinder tendieren Lehrkräfte und Unterrichtsmaterialien dazu, die systematische Buchstabeneinführung mit anderen Ansätzen zu verbinden: So enthalten bei den Lehrwerken der Cornelsen Schulverlage inzwischen auch die traditionellen Fibeln Anlauttabellen als Differenzierungsmittel, mit dem die Kinder das freie Schreiben üben können.

Lehrwerke wie Einsterns Schwester 1 (Cornelsen) wurden extra für offene Unterrichtsformen entwickelt, etwa auch für jahrgangsgemischte Gruppen. Alle Übungen und Lesetexte werden hier in sechs aufeinander aufbauenden Buchstabenheften bearbeitet. Die übersichtlich strukturierten Materialien eignen sich besonders für die selbstständige Arbeit der Kinder, die so in ihrem individuellen Tempo ihren Zugang zur Schriftsprache finden. Auch hier kann je nach Einschätzung der Lehrkräfte das systematische Buchstabenlernen mit freiem Schreiben mithilfe der Anlauttabelle kombiniert werden.

Beim Schreibenlernen werden immer häufiger die Druckschrift oder neuerdings auch die "Grundschrift" als Erstschrift eingeführt, die für die Kinder schreibmotorisch einfacher zu handhaben sind. Es folgen alternativ unterschiedliche Schreibschriften: die "Lateinische Ausgangsschrift", die "Vereinfachte Ausgangsschrift" oder die "Schulausgangsschrift".

Nicht zuletzt tragen verschiedene Fertigkeiten zum erfolgreichen Lesen- und Schreibenlernen bei, die auch Eltern mit ihren Kindern üben können, wie die visuelle Wahrnehmung oder die Feinmotorik. Cornelsen bietet hierfür Materialien mit Vorübungen an. Hilfreich ist es auch, wenn die Schulen von Beginn an eine Lese- und Schreibkultur pflegen, beispielsweise durch regelmäßige Buchvorstellungen.

Ansprechpartner

Cornelsen Verlag GmbH
Irina Groh
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mecklenburgische Str. 53
14197 Berlin
Telefon: +49 30 897 85-563
Fax: +49 30 897 85-97-563
E-Mail: Irina.Groh@cornelsen.de
Web: www.cornelsen.de/presse


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