Wie funktioniert guter Unterricht?
Nicht jede von den Millionen Unterrichtsstunden, die täglich an Deutschlands Schulen abgehalten werden, ist vorzeigbar. Woran liegt das? Und: Lässt sich Unterricht auch mit einfachen Mitteln weiterentwickeln? Ja, sagt Michael Klein-Landeck. Der Hamburger Gesamtschullehrer und Privatdozent präsentiert jetzt mit zwei Kollegen in einem Buch zehn praxisorientierte Bausteine für gelingenden Unterricht in der Sekundarstufe I. Im Interview mit Perspektive: Bildung nennt er Beispiel
22.11.2010 Pressemeldung Cornelsen Verlag GmbHUnterrichtsentwicklung, das macht der Pädagoge deutlich, muss weder in großen Schritten daherkommen, noch ist es zwingend, dass sich eine Schule komplett verändert. Schon kleine organisatorische Korrekturen können viel bewirken. Etwa geöffnete Klassenzimmer bereits vor dem Schulbeginn. Mittel für die Aufsichtskräfte nimmt die Schule kurzerhand aus dem Vertretungspool. Gerangel, Geschubse und Gekreische in den Fluren sind dann schnell Vergangenheit.
Auch einzelne Lehrer können ihre unterschiedlichen Unterrichtsfächer zum sogenannten Epochenunterricht zusammenlegen. "Statt am Montag zwei Stunden Biologie, am Donnerstag zwei Stunden Geschichte und am Freitag noch einmal eine Stunde Biologie zu unterrichten, bündele ich diese fünf Wochenstunden zu einem Epochenthema", erläutert Michael Klein-Landeck ganz pragmatisch.
Zu den weiteren Bausteinen zählen Lernwerkstätten, Wochenpläne, Freiarbeit, Logbücher, Portfolios und Kompetenzraster. Das, was nach Mehrarbeit für Lehrer aussieht, ist es anfangs auch. Es zahlt sich aber schon bald doppelt und dreifach wieder aus, weiß der Pädagoge. "Einfach durch eine größere Zufriedenheit bei den Schülern und den Lehrkräften."
Auf bewährte Unterrichtsformen wie Frontalunterricht will Klein-Landeck dennoch nicht verzichten:. "Die Schüler wollen und brauchen Abwechslung und auch ab und zu eine schöne, knackige, unterhaltsame, vom Lehrer geleitete Unterrichtsstunde. Denn Schüler müssen lernen, sich auf verschiedene Sozialformen einzustellen."
Er und seine Kollegen wollen das (Unterrichts)Rad nicht neu erfinden, sondern anderen Lehrern Mut machen und zeigen, wie erfolgreich ein vernünftiger Rhythmus von unterschiedlichen Arbeits- und Sozialformen sein kann.
Lesen Sie das komplette Interview auf www.bildungsklick.de/perspektive-bildung
Das Projekt Perspektive: Bildung will den öffentlichen Diskurs über Bildung in Deutschland fördern. Schule steht im Vordergrund dieses Forums. Perspektive: Bildung dokumentiert den Bildungsalltag ebenso wie aktuelle wissenschaftliche und bildungspolitische Diskussionen und Entwicklungen sowie herausragende Projekte und entwickelt Visionen vom Lernen in der Zukunft.
Perspektive: Bildung - Ein Projekt von bildungsklick.de in Kooperation mit Cornelsen
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