Wie in jedem Schuljahr: Die Knappheit regiert!
Aus Kreisen der Bildungsverwaltung wurde gestern bekannt, mit wie vielen Neueinstellungen die Berliner Schulen zusätzlich zu den 66 schulbezogenen Ausschreibungen im nächsten Schuljahr rechnen können: insgesamt weniger als 50!
08.05.2008 Berlin Pressemeldung GEW BerlinDie Vorsitzende der GEW BERLIN, Rose-Marie Seggelke: "Diese Zahl ist absolut lächerlich. Jede Region soll zwischen zwei und vier neue Lehrkräfte bekommen. Es bleibt ein Geheimnis der Zöllnerschen Einstellungspolitik, wie damit die Schulen geordnet in das neue Schuljahr starten können!"
Zu den tatsächlichen Bedarfen nur drei Beispiele von vielen: Die Vereinigung der Schulleiter/innen der Berliner Berufsschulen (BBB) hat für den beruflichen Bereich einen Bedarf von 53 Neueinstellungen errechnet; diese Zahl wurde von der zuständigen Abteilungsleitung bestätigt. Tatsächlich werden die Berufsschulen nur sieben Neueinstellungen bekommen. Die Region Neukölln hat einen Bedarf von ca. 40 Stellen; bekommen soll sie vier. Ebenfalls vier Stellen gehen nach Tempelhof-Schöneberg; der errechnete Bedarf liegt bei ca. 60.
Rose-Marie Seggelke: "Die Rahmenbedingungen der Berliner Bildungspolitik werden weiterhin vom Finanzsenator vorgegeben. Wir erwarten von Bildungssenator Zöllner, dass er sich damit nicht abspeisen lässt. Nach den Auskünften der Schulleitungen und den Berechnungen der Personalräte brauchen wir jetzt noch mindestens 300 Neueinstellungen. Ansonsten beginnt das neue Schuljahr so wie es uns aus der Vergangenheit hinlänglich bekannt ist: mit Notplänen, Unterrichtsausfall, Streichung von Förder- und Integrationsstunden. Verlässlichkeit sieht anders aus."
Keine Kommentare vorhanden