Willems: "Verlängerung der Kooperationsvereinbarung mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung fördert inhaltliche Profilierung der Ganztagsschulen in Sachsen-Anhalt"

Das Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) haben erstmals am 8.7.2005 mit dem Abschluss einer Kooperationsvereinbarung die Gründung einer regionalen Serviceagentur zur Unterstützung der Ganztagsbetreuung in Sachsen-Anhalt vereinbart. Die zunächst bis zum Ende 2006 befristete Vereinbarung wurde am 12. März 2007 von Staatssekretär Winfried Willems und der Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, Dr. Heike Kahl, durch Abschluss eines Ergänzungsvertrages bis zum 31.8.2008 verlängert. Hierin verpflichtet sich die DKJS, den Betrieb der Serviceagentur in Sachsen-Anhalt – vorbehaltlich der Zuwendung durch das BMBF - jährlich mit Bundesmitteln und Mitteln des ESF in Höhe von 74.300 Euro zu fördern. Das Kultusministerium stellt zu diesem Zweck drei staatliche Lehrkräfte mit je einer halben Stelle kostenlos zur Verfügung.

14.03.2007 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Willems bezeichnete die Verlängerung der Geltungsdauer bis zum 31.8.2008 als eine verlässliche Basis für eine zielgerichtete kontinuierliche Arbeit der Serviceagentur, die sich nun, besser als bisher, am Ablauf des Schuljahres und damit am Arbeitsrhythmus der Ganztagsschulen und der abgeordneten Lehrkräfte orientiere.

Aufgabe der in Magdeburg ansässigen Serviceagentur ist die Durchführung und Koordination des Begleitprogramms "Ideen für mehr! Ganztägig lernen." in Sachsen-Anhalt und damit die Entwicklung und Umsetzung von Unterstützungskonzepten für Schulen mit ganztägigen Angeboten. Zum Betätigungsfeld der Agentur zählen Einzelberatungen und Qualitätsentwicklung in der Schule vor Ort, die Ausrichtung von Fachtagungen, Teilnahme an einer Seminarreihe der staatlichen Lehrerfortbildung sowie Vermittlung von Experten im Rahmen der schulinternen Lehrerfortbildung und für schulübergreifende Fortbildungen. Die Durchführung von Zukunftswerkstätten soll durch eine stärkere Einbeziehung und Kooperation von Schülern, Lehrern, Eltern mit Partnern im kommunalen Umfeld die Schulentwicklung befördern. In Zusammenarbeit mit der Deutsch-Finnischen Gesellschaft wird eine landesweite Informationsveranstaltung zum finnischen Schulsystem durchgeführt. Mit interessierten Lehrerinnen und Lehrern werden Zielsetzungen für eine Exkursion in finnische Schulen im Frühjahr 2008 erarbeitet und vorbereitet.

Zum Hintergrund:

Der Bund stellt im Rahmen des Investitionsprogramms "Zukunft Bildung und Betreuung" (IZBB) der DKJS finanzielle Mittel zur Unterstützung der Länder zur Verfügung. Gemeinsam mit den Kultusministerien der Länder unterstützt die DKJS die inhaltliche und qualitative Entwicklung der ganztägigen Schulangebote und bindet Schulen mit ganztägigen Angeboten in das Begleitprogramm "Ideen für mehr! Ganztägig lernen." ein. Zur Entwicklung und Umsetzung landesspezifischer Unterstützungs- und Beratungsangebote für Schulen mit ganztägigen Angeboten hat die DKJS mit 14 Bundesländern Kooperationsverträge über die Einrichtung von Serviceagenturen abgeschlossen.


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