Wir müssen die Mobilität der Schulabsolventen im Blick haben

"Berufliche Bildung muss die Mobilität und Flexibilität der Schulabsolventen im Blick haben", sagte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave hat heute (22. April) in Lübeck auf dem 22. Deutschen Berufsschultag "Berufliche Bildung - Europas Zukunft". Nur so bereite man die Schülerinnen und Schüler ausreichend auf den internationalen Arbeitsmarkt vor.

22.04.2005 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung

Man bleibe heute auch nicht mehr für Jahrzehnte auf einem Arbeitsplatz bei einem Arbeitgeber. Auf der Veranstaltung des Bundesverbandes der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen skizzierte die Ministerin die veränderten Anforderungen an die berufliche Bildung: "Berufliche Bildung muss auf unterschiedlichen Feldern reagieren: Dazu zählen die Lehrpläne, die Ausbildungspraxis und die Bereiche Fort- und Weiterbildung".

"Europa gibt den Weg vor, der globale Wettbewerb das Schritttempo. Unsere Aufgabe ist es, junge Menschen in die Lage zu versetzen, diesem Tempo standzuhalten und dabei ihr Umfeld bestmöglich zu gestalten", erklärte Erdsiek-Rave. Die Schülerinnen und Schüler an den beruflichen Schulen würden unter anderem durch fremdsprachlichen Fachunterricht, mit Projektarbeiten, Austauschprogrammen oder Praktika auch in europäischen Zusammenhängen auf die Arbeitswelt vorbereitet. Außerdem würden sie gerade in der beruflichen Bildung zu lebenslangem Lernen angeleitet.

Das schleswig-holsteinische Projekt der selbstständigen, eigenverantwortlichen Schulen in "Regionalen Berufsbildungszentren" (RBZs) sei ein wichtiger Baustein bei dieser Entwicklung. Hier gebe es zum Beispiel leistungs- und qualitätsorientierte Schulprofile, dezentrale Führungsstrukturen, Zielvereinbarungen zur Sicherstellung des Bildungsauftrags und Kooperationen mit den Berufsbildungsnetzwerken der außerschulischen Bildungsträger. Die Ministerin: "Landesweit nehmen 15 Schulen an dem Projekt teil. Sie verfügen über eigene Sach- und Personalmittel, stellen Personal eigenständig ein, arbeiten nach wirtschaftlichen Prinzipien mit Kosten-Leistungs-Rechnung sowie Wirtschafts- und Finanzplänen". Ende des Schuljahres 2005/06 werde über die Umwandlung der RBZs in rechtlich selbstständige Anstalten des öffentlichen Rechts entschieden.


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