Bayern

"Wir setzen auf individuelle Förderung unserer Schüler statt auf Einheitsschulen"

"Wir setzen in Bayern auf individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler und nicht auf eine Einheitsschule." Mit dieser Aussage unterstrich Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle heute in München nochmals seine bildungspolitische Grundposition und erteilte den Plänen der SPD zu einer verlängerten gemeinsamen Schulzeit eine klare Absage.

10.05.2010 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Der Ruf nach einer Einheitsschule steht für mich für eine Pädagogik der Steinzeit", kommentierte der Minister die Pläne der SPD. Konkret umgesetzt bedeutet dies für Minister Spaenle: "Unser differenziertes Schulwesen mit der Grundschule, Haupt- und Realschule sowie Gymnasium als Kernschularten entwickeln wir nach den Grundsätzen Qualität und Gerechtigkeit fort. So können wir die Schülerinnen und Schüler mit ihren Begabungen sehr gut fördern."

Die Grundschule z.B. will Minister Spaenle kindgerecht weiterentwickeln und es Schülerinnen und Schülern ermöglichen, die grundsätzlich auf vier Jahre angesetzt Grundschulzeit je nach der eigenen Entwicklung auch in drei oder in fünf Jahren zu durchlaufen. Der Modellversuch startet im kommenden Schuljahr an 20 Standorten. "Die Hauptschule entwickelt Minister Spaenle zur Mittelschule weiter und stärkt dort die Berufsorientierung und die individuelle Förderung. Unter dem Motto "Realschule 21" werden die MINT-Fächer und die Sprachen an der Realschule gestärkt und die einzelnen Gymnasien werden in der Profilbildung unterstützt.

Durch Maßnahmen einer intensivierten individuellen Förderung wie den konsequenten Ausbau der Ganztagsschule und mehr Förderangebote in allen Schularten will Minister Spaenle die Begabungen der einzelnen Schüler entdecken und fördern helfen. Dabei gehe es auch darum, die Bildungschancen von Kindern aus "bildungsfernen Familien" weiter zu erhöhen. "Wir haben hier eine große Verantwortung, der wir gerecht werden müssen."


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