"Wir werden die Hauptschule zu einer stark berufsvorbereitenden Schule weiter entwickeln"

"Wir werden die Hauptschule zu einer berufsvorbereitenden Schule weiter entwickeln." Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider stellte heute unter diesem Motto die Eckpunkte zur Weiterentwicklung der Hauptschule bei einer Pressekonferenz in München vor.

27.10.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Ziel der Initiative ist es, die Ausbildungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler durch eine starke Orientierung an der Berufswelt zu verbessern. Dazu sollen an Hauptschulen drei Profilbereiche geschaffen werden:

  • Technik und Handwerk;
  • Wirtschaft, Handel und Dienstleistungen;
  • Gesundheit, Soziales und Hauswirtschaft.

Kultusminister Schneider will die Zusammenarbeit von Unternehmen und Hauptschulen intensivieren. Schüler sollen frühzeitig praktische Erfahrungen in Betrieben sammeln. Dies soll in der Schule z.B. mit Schüler- und Übungsfirmen begleitet werden.

Mit Blick auf die Ausbildungsfähigkeit will der Kultusminister, dass die Grundfertigkeiten der Schüler vor allem in Mathematik und Deutsch gesichert werden. Kultusminister Schneider: "Unser Ziel muss es sein, dass möglichst alle Schülerinnen und Schüler im Anschluss an die Hauptschule eine Ausbildungsstelle erhalten können."

Zu Beginn des Schuljahres 2006/2007 hat ein Schulversuch begonnen, bei dem die Inhalte der allgemein bildenden Fächer in Module gefasst werden, um damit die individuelle Förderung noch besser auf die einzelnen Schüler abstimmen zu können.

Die Hauptschulen müssen alle Anstrengungen unternehmen, um das Arbeits- und Sozialverhalten der Schüler zu stärken. Die Mitarbeit der Eltern ist dabei unverzichtbar. Ganztägige Förderung und Betreuung werden bedarfsgerecht ergänzend angeboten.

Auch künftig werden Hauptschul- und qualifizierender Hauptschulabschluss nach der 9. Jahrgangsstufe erworben. Für Schüler, die mehr Zeit brauchen, soll es ein freiwilliges 10. Hauptschuljahr geben. Leistungsstarke Schüler werden auch künftig in 10 Schuljahren den Mittleren Bildungsabschluss erreichen können.

"Ich will das qualitativ hochwertige und vielseitige Angebot der Hauptschule auch im ländlichen Raum bestmöglich sichern." Minister Schneider sieht dafür die Kooperation gerade von einzügigen Hauptschulen als erforderlich an. Diese soll in Zusammenarbeit mit den Kommunen verwirklicht werden.

Staatsminister Schneider hat einen Beirat mit Vertretern von Eltern- und Lehrerverbänden sowie aus der Wirtschaft und Kommunen eingerichtet, der die Initiative konstruktiv begleitet.

Im März 2007 wird die Weiterentwicklung der Hauptschule bei einem Kongress in Ingolstadt der Öffentlichkeit vorgestellt.

Bereits im vergangenen Schuljahr hat Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider seine Hauptschulinitiative bekannt gemacht. Die Hauptschulinitiative stand auch im Mittelpunkt der Schuljahrespressekonferenz am 8. September 2006.


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