GRÜNE Bayern

Wirklichkeit an Schulen geht an Spaenle vorbei

Die Grünen im Bayerischen Landtag haben für Kultusminister Spaenle nur mehr ein Kopfschütteln übrig. "Spaenles übliche Selbstbeweihräucherung zum Schulanfang nützt den Kindern, Eltern und LehrerInnen überhaupt nichts", erklärt die Fraktionsvorsitzende Margarete Bause. "Für die wichtigsten Probleme hat er in fünf Jahren keine Antworten gefunden und blieb an der schulpolitischen Oberfläche."

12.09.2013 Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen

Die eingeführte Gelenkklasse und der Übertrittskorridor waren zwei von vielen Reformversuchen des Kultusministers, deren erwarteter Erfolg schon im Ansatz verloren ging. Auch das Flexibilisierungsjahr am G8 ist eine Luftnummer: Im letzten Schuljahr gab es kaum Gymnasien, die überhaupt teilgenommen haben. Spaenle brüste sich immer wieder mit neu eingestellten Lehrkräften, verliere aber kein Wort darüber, wie viel Lehrkräfte in Pension gegangen seien.

"Wenn man aber – gerade jetzt im Wahlkampf – viel in Bayern unterwegs ist, dann hört man allerorts die Klagen", so Margarete Bause. "Stundenausfall und große Klassen sind Realität an Bayerns Schulen, Kinder und Eltern leiden unter Schuldruck. Leistungsdruck, statt individuelle Förderung, führen jedoch häufig zu Schulfrust bei Kindern und Eltern." Wenn dann noch der Übertritt in die weiterführende Schule anstehe, sei der Stress vorprogrammiert und blockiere oft die Lernbereitschaft der Kinder.

Auch in Bayern brauche man endlich eine Schulpolitik für das 21. Jahrhundert und kein starres dreigliedriges Schulsystem aus dem 19. Jahrhundert. Die Grünen fordern, sich die Erfolge vieler anderer Länder zum Vorbild zu nehmen: "Wir müssen endlich zu einer längeren gemeinsamen Schulzeit kommen und die viel zu frühe Sortierung nach der vierten Klasse beenden."

http://www.gruene-fraktion-bayern.de


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