Brandenburg

Witaj-Projekt ist nicht gefährdet

Bildungsministerin Martina Münch hat im Rahmen der heutigen Sitzung des Rates für sorbische/wendische Angelegenheiten im Landtag Brandenburg erneut bekräftigt, dass das Witaj-Projekt nicht gefährdet ist.

10.05.2012 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

"Der Witaj-Unterricht ist von zentraler Bedeutung für die Sicherung der sorbisch/wendischen Kultur. Jeder Schüler, der an einem der sechs Witaj-Standorte daran teilnehmen will, wird dazu eine Möglichkeit erhalten", so Münch. "Einziger Unterschied: Einige Angebote werden ab dem kommenden Schuljahr 2012/13 anders organisiert, beispielsweise jahrgangsübergreifend", erläutert Münch. "Der Grund: Wir wollen die vorhandenen, begrenzten Personalressourcen im Land verantwortlich und effizient einsetzen. Dazu gehört auch, dass wir alternative Angebote entwickeln, wenn die Zahl der Schülerinnen und Schüler für eine altershomogene Lerngruppe deutlich zu gering ist. Hier gilt eine Richtgröße von zwölf Schülerinnen und Schülern. Kann diese Richtgröße nicht erreicht werden, werden wir im Einzelfall angemessene Lösungen finden."

"Parallel dazu wollen wir die qualitative Weiterentwicklung und Stärkung des bilingualen Sorbisch/Wendisch-Unterrichts vorantreiben", führt Münch aus. "Dazu werden wir in den kommenden Wochen eine externe Evaluation starten. Sobald die Ergebnisse vorliegen, werden wir gemeinsam mit den Schulen und den sorbisch/wendischen Gremien diskutieren, wie das Witaj-Projekt weiterentwickelt wird."

Hintergrund:
Witaj (sorbisch für Willkommen) ist ein Projekt, das sich für die zweisprachige Betreuung und Ausbildung in sorbisch/wendischer und deutscher Sprache an Kindergärten und Schulen in der Lausitz einsetzt.


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