Zentralabitur in fast allen Fächern
Schulsenator Rabe will ab dem Schuljahr 2014 in Hamburg in fast allen Fächern eine zentrale Abiturprüfung einführen. Angesichts der öffentlich gemachten Kritik daran erklärte Rabe: "Hamburgs Schülerinnen und Schüler haben ein Recht auf eine faire Abiturprüfung und eine hochwertige Schulbildung. Deshalb darf Hamburgs Abitur nicht von Schule zu Schule auf unterschiedlichem Niveau stattfinden, sondern muss in allen Schulen ein hohes Niveau sicherstellen."
19.03.2012 Pressemeldung Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB)Niveau der Hamburger Schulen und Abiturprüfungen darf sich nicht weiter auseinander entwickeln
Senator Rabe: "Wenn sich Eltern und Schüler sogar in ganz Deutschland gleiche Abiturstandards wünschen, dann kann es doch nicht richtig sein, dass das Abitur zurzeit nicht einmal zwischen Billstedt, Bergedorf und Blankenese vergleichbar ist. Es wäre schlimm und ungerecht, wenn sich das Niveau der Hamburger Schulen und Abiturprüfungen weiter auseinanderentwickeln würde. Deshalb brauchen wir künftig gleiche Prüfungsaufgaben in allen Fächern. Nur so kann gewährleistet werden, dass es ein faires und gerechtes Abitur gibt."
Gleiche Prüfungsaufgaben sollen ein hohes Niveau in der Oberstufe sicherstellen
Gleiche Prüfungsaufgaben sichern zudem ein hohes Niveau in der Oberstufe. Denn der Fachunterricht wird sich selbstverständlich an den zentralen Abituraufgaben ausrichten. Hochwertige zentrale Aufgabenstellungen verbessern somit auch die Qualität des Unterrichts. Das ist ein wichtiger Schritt, damit das Hamburger Abitur bundesweit zur Spitzengruppe aufschließen kann.
Profiloberstufe wird nicht abgeschafft – für eigene Schwerpunkte bleibt genug Raum
Die Profiloberstufe wird durch die Ausweitung zentraler Aufgabenstellungen nicht abgeschafft. Die Abiturprüfungen beziehen sich in der Regel auf 50 Prozent des Unterrichts, so dass für Schwerpunkte im Unterricht noch genügend Raum bleibt. Doch die Profiloberstufe darf kein Freibrief dafür sein, von Schule zu Schule völlig unterschiedliche Anforderungen und Prüfungen zu stellen. Die Freiheit von Schule zu Schule unterschiedliche Schulprofile zu entwickeln, wird begrenzt durch die Verantwortung dafür, dass alle Schülerinnen und Schüler hervorragend ausgebildet werden und in Berufsausbildung und Studium alle Anforderungen erfüllen. Wirtschaft und Universität haben kein Verständnis dafür, wenn Schülerinnen und Schüler in ihren Schulen völlig unterschiedliche Dinge lernen und den Anforderungen später nicht gewachsen sind.
Fächerübergreifende Profiloberstufen und zentrale Abiturprüfungen sind kein Widerspruch
Es besteht kein Widerspruch zwischen den fächerübergreifenden Schwerpunkten der Profiloberstufen und der Festlegung von Inhaltsschwerpunkten im Hinblick auf zentrale Abiturprüfungen: Schon jetzt ist im Bildungsplan festgelegt, welchen Anforderungen die Schülerinnen und Schüler am Ende der Studienstufe genügen müssen und welche fachlichen Inhalte auch unter den Bedingungen der Profiloberstufe verbindlich zu unterrichten sind. In der schriftlichen Abiturprüfung geht es genau um diese fachlichen und nicht um fächerübergreifende Inhalte.
Lehrkräfte gewinnen Zeit für Unterricht und Beratungsgespräche
Durch den Wegfall von Aufgabenstellungen, die durch jede einzelne Lehrkraft erstellt werden, gewinnen die Lehrkräfte zudem mehr Zeit für Vor- und Nachbereitung des Unterrichts und für Beratungsgespräche.
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