Zeugnisnoten in Bayern vom Schulamt verordnet?
(Redaktion/PM) Wie der bayerische Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl (SPD) heute verlauten lies, sollen Vertreter des Schulamtes in Cham (Oberpfalz) drei Wochen vor Ende des vergangenen Schuljahrs versucht haben, massiv Druck auf die Lehrer einer Hauptschule im Landkreis bezüglich der Benotung und Beurteilung von Schülerinnen und Schülern der 9. Klasse auszuüben. Zu diesem Zeitpunkt sei die Notengebung bereits abgeschlossen gewesen.
26.08.2008 Bayern ArtikelStrobl stellt die Frage, ob durch diese zweifelhafte Einflussnahme auf die Lehrer die Zahl der Hauptschulabschlüsse erhöht werden sollte, um die eigene Statistik zu verbessern beziehungsweise zu halten, da die Oberpfalz laut Statistik Spitze bei den erreichten Hauptschulabschlüssen in Bayern sei. Weiter stellt der Abgeordnete fest, dass nicht nur Schüler mit guten Leistungen durch solche Beeinflussungen benachteiligt, sondern durch ein derartiges Vorgehen zur Anhebung des Notenspiegels auch die Integrität von Hauptschullehrern in Frage gestellt würde.
Als Mitglied im Bildungsausschuss des Bayerischen Landtages verlangt Strobel Aufklärung und eine Stellungnahme von Kultusminister Schneider, denn Noten sollten aufgrund der individuellen Leistung des Schülers vergeben werden und dürften nicht von der jährlichen Statistik abhängig sein.
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