Zukunft der schulischen Computernutzung
Auf der NETZWERKSTATT für Schulträger wurde das Thema Systemlösungen an Schulen unter technischen, organisatorischen und pädagogischen Gesichtspunkten erörtert.
26.11.2004 Pressemeldung Schulen ans Netz e. V."Übertragbare Netzwerklösungen in Schulen" lautete das Thema des bundesweiten Workshops im Rahmen der Veranstaltungsreihe NETZWERKSTATT. Auf Einladung von Schulen ans Netz e. V. trafen sich über 120 Vertreter von Schulträgern, Institutionen und aus der Bildungspolitik zum zweitägigen Erfahrungsaustausch in der Stiftung caesar. In Vorträgen und Workshops wurden unterschiedliche Lösungen und Handlungsfelder der schulischen Computernutzung erörtert und diskutiert. Tenor der Veranstaltung: Support und Wartung müssen weiter professionalisiert werden, damit Lehrkräfte sich auf ihre eigentliche pädagogische Aufgabe konzentrieren können. Erfahrungen und Erkenntnisse aus bestehenden Projekten zur schulischen IT-Nutzung können mit dazu beitragen, dass der Weg der Professionalisierung weiter beschritten werden kann. "Ohne eine bezahlbare, leicht zu bedienende und funktionierende IT-Infrastruktur werden die neuen Medien nicht im Unterricht ankommen", unterstrich Dr. Andreas Vogel vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in seinem einleitenden Vortrag. Ebenso notwendig für die Einführung der neuen Medien in den Schulalltag seien, so Vogel, aber auch eine Qualifizierung der Lehrkräfte und pädagogische Konzepte.
Die Komplexität von schulischen Computer- und Netzwerkausstattungen wirft zunehmend die Frage auf, wie Wartung und Support finanziell, personell und organisatorisch zu bewältigen sind. Vorgestellt wurden auf der NETZWERKSTATT exemplarisch Projekte, die auf kommunaler, Kreis- oder Landesebene Lösungen für die Praxis entwickeln. Auf der Grundlage dieser Präsentationen tauschten sich die Teilnehmer, in der überwiegenden Mehrheit Vertreter von Schulträgern, mit Gewinn über ihre eigenen Erfahrungen aus.
"Übertragbarkeit" ist ein wichtiges Stichwort bei der Entwicklung und Bewertung einer IT-Systemlösung für den schulischen Kontext. 'Insellösungen' werden den Anforderungen an nachhaltig finanzierbare IT-Strukturen nicht mehr gerecht. Gleichwohl, so wurde in der Diskussion betont, seien individuell angepasste Planungen unerlässlich. Differenziert werden müsse dabei immer auch nach den jeweiligen finanziellen, organisatorischen und personellen Voraussetzungen in den Kommunen, Kreisen und Ländern. Übertragbarkeit im Sinne einer Zusammenarbeit zwischen bereits existierenden Lösungsansätzen, die zu gemeinsamen Entwicklungen führt, bedarf einer professionellen Planung, die insbesondere rechtliche aber auch politische und nicht zuletzt technische Hürden überwinden muss. Ein Engagement von Schulen ans Netz e. V., z. B. als Moderater dieses Prozesses, würde sehr begrüßt.
Des Weiteren wurde auf der Veranstaltung der Einsatz von Notebooks anhand von Praxisbeispielen erörtert. Konsens der Diskussion: Technisch sei die Ausstattung der Schulen mit Notebooks durchaus machbar. Berücksichtigt werden müssten aber immer auch geeignete pädagogische Konzepte. Weitere Inhalte der NETZWERKSTATT waren u. a. aktuelle Themen wie "Sicherheit und Recht für Schulträger" sowie Fragen zur Realisierung von Support-Strukturen. In einer Vortragsreihe zum Thema "Mediendistribution". wurden aktuelle Fragen zur Bereitstellung und Verbreitung von multimedialen Lehr- und Lerninhalten aus pädagogischen, rechtlichen und technischen Blickwinkeln vorgestellt und ausgiebig diskutiert.
Aufgrund der großen Resonanz bei den Teilnehmern plant das Team von IT works für das nächste Jahr eine Fortsetzung der Veranstaltung NETZWERKSTATT für Schulträger.
Die Dokumentation der Tagung wird demnächst abrufbar sein unter www.schulen-ans-netz.de/projekte/netzwerkstatt/.
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